cropped-hct-steuerberater_logo_grafik_quad_1200px.png

Aktuelle Beiträge

News aus der Gesundheitsbranche; Gerichtsurteile; Steuerurteile; Studien. Vergleichsrechner; Karriererechner; Finanzplaner; Bewertungsrechner.

RSS medmaxx news

Ältere Beiträge

Erweiterter Bewertungsausschuss legt Orientierungswert für 2021 fest

Erweiterter Bewertungsausschuss legt Orientierungswert für 2021 fest

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat den Orientierungswert für alle ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen in Höhe von 1,25 % auf 11,1244 Cent (aktuell: 10,9871 Cent) angehoben. Die Gesamtvergütung wächst damit um knapp 500 Millionen Euro.

24.09.2020

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat den Orientierungswert für alle ärztlichen und psychotherapeutischen Leistungen in Höhe von 1,25 % auf 11,1244 Cent (aktuell: 10,9871 Cent) angehoben. Die Gesamtvergütung wächst damit um knapp 500 Mio. €.

  • Vorangegangen war ein Scheitern der Honorarverhandlungen zwischen den Kassen und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).
  • Ein Grund für das Scheitern war die Forderung der Kassen nach einer Nullrunde. 
  • Auf den Vorschlag der KBV, den Orientierungswert aufgrund der außergewöhnlichen Leistungen der niedergelassenen Ärzte während der Corona-Hochphase um 3 % anzupassen, gingen die Kassen damals gar nicht ein.
  • Nach dem Scheitern der Verhandlungen wurde der Erweiterte Bewertungsausschuss angerufen, der nun gegen die Stimmen der KBV entschieden hat.

Hat die Insolvenz des Abrechnungszentrums AvP steuerliche Folgen für betroffene Apotheker?

Hat die Insolvenz des Abrechnungszentrums AvP steuerliche Folgen für betroffene Apotheker?

Neben der Überbrückung der fehlenden Auszahlungen und der Suche nach einem neuen Abrechnungsdienstleister könnte die Umsatzsteuer zu einem weiteren Problem werden. Nach Ansicht von einigen Experten wird die Umsatzsteuer auch auf die noch nicht ausgezahlten Abrechnungen fällig.

23.09.2020

  • Neben der Überbrückung der fehlenden Auszahlungen und der Suche nach einem neuen Abrechnungsdienstleister könnte die Umsatzsteuer zu einem weiteren Problem werden. Nach Ansicht von einigen Experten wird die Umsatzsteuer auch auf die noch nicht ausgezahlten Abrechnungen fällig.
  • Durch die Zahlung der Leistungsträger an die AvP mit schuldbefreiender Wirkung bei einer wirksamen Abtretung könne der Leistungsaustausch vollzogen sein. Aus diesem Grund sei die Umsatzsteuer aus den Lieferungen an die Finanzverwaltung abzuführen.
  • Dies sei aber derzeit noch nicht möglich, da seitens der AvP noch keinerlei Abrechnung erstellt worden sei. Apotheken können ihre Abrechnung nicht diversifizieren, weil das System der Krankenkassen dies nicht zulässt.
  • Empfohlen wird der Antrag auf Fristverlängerung zur Abgabe der Umsatzsteuervoranmeldung beantragen.
  • Die Rezepte erneut abzurechnen, ist nach Ansicht von Experten wenig erfolgversprechend. § 25 Rahmenvertrag des GKV-Spitzenverbandes sieht eine schuldbefreiende Wirkung der Zahlung an das von der Apotheke benannte Rechenzentrum ausdrücklich vor.
  • Weiterhin ist die Frage noch offen, ob es sich bei dem Fremdgeldkonto um ein insolvenzrechtlich beachtliches Treuhandkonto handelt oder ob lediglich eine interne Zweckbestimmung bestand.

Insolvenz beim Rezeptabrechner AvP – mehr als 3000 Apotheken warten auf Auszahlung

Insolvenz beim Rezeptabrechner AvP – mehr als 3000 Apotheken warten auf Auszahlung

Warum das Unternehmen in die Schieflage gegangen ist, liegt derzeit noch im Ungewissen. Rund 3.500 Apotheken haben bislang ihre Kassenrezepte über AvP abgerechnet. Unklar ist derzeit, wie viele von ihnen Geld verloren haben. Schätzungen gehen von rund 300 Millionen Euro aus. Neben Apotheken nahmen auch Ärzte und Krankenhäuser die Dienstleistungen in Anspruch.

23.09.2020

  • Warum das Unternehmen in die Schieflage gegangen ist, liegt derzeit noch im Ungewissen. Rund 3.500 Apotheken haben bislang ihre Kassenrezepte über AvP abgerechnet. Unklar ist derzeit, wie viele von ihnen Geld verloren haben. Schätzungen gehen von rund 300 Millionen Euro aus. Neben Apotheken nahmen auch Ärzte und Krankenhäuser die Dienstleistungen in Anspruch.
    • Der zentrale Dienstleister AvP rechnet für Apotheken die Rezepte mit den Kassen ab. AvP reicht die Rezepte gebündelt bei den Kassen ein und leitet die Beträge der Krankenkassen abzüglich einer Provision an die Apotheken weiter. Die Gelder der Apotheker liegen auf so genannten Fremdkonten.
  • Zunächst fielen Anfang September die Verzögerungen der Zahlungen und die Unerreichbarkeit der AvP auf, von Seiten AvP wurde dies mit Softwareproblemen entschuldigt. Dann ging es sehr schnell:
    • Am 13.09. wurde ein neuer Geschäftsführer berufen, es wurde hier bereits eingeräumt, dass es „um Aufräumarbeiten bei der Bilanz" gehe
    • Am 14.09. wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der Sonderbeauftragte Ralf Bauer in das Unternehmen geschickt, der die Leitung der Firma übernommen hat.
    • Am 15.09. wurde ein Insolvenzantrag beim Amtsgericht Düsseldorf eingereicht.
  • Inzwischen hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen, es wird gegen zwei Beschuldigte wegen Bankrotts gem. § 283 StGB ermittelt. Beim Bankrott handelt es sich um eine betrügerische Insolvenz, bei der Vermögensbestandteile beiseitegeschafft werden, die im Falle einer Insolvenz zur Insolvenzmasse gehören würden.
  • Es wird zu klären sein, ob die ausstehenden Gelder der Apotheker der Insolvenzmasse zugerechnet werden oder nicht. Werden die Gelder der Apotheken auf dem Fremdgeldkonto bei AvP zur Insolvenzmasse gerechnet, könnten die Apotheker nach Abschluss der Insolvenz einen geringeren Betrag erhalten.

JUMPSTART – das neue Online-Studienprogramm für Ärzte und Zahnärzte vor der Niederlassung

JUMPSTART - das neue Online-Studienprogramm für Ärzte und Zahnärzte vor der Niederlassung

MedMaxx geht neue Wege! Um (nicht nur junge) Mediziner für die Niederlassung fit zu machen, wurde ein Online-Studienprogramm entwickelt.

18.09.2020

MedMaxx geht neue Wege!

 

  • Um (nicht nur junge) Mediziner für die Niederlassung fit zu machen, wurde ein Online-Studienprogramm entwickelt, das mit 12 Wissensmodulen und 4 Fallstudien alle wichtigen Themen klar und strukturiert erklärt.
  • Wir werden Sie darüber in den nächsten Wochen noch ausführlicher informieren.
  • Alles Wichtige finden Sie unter www.medmaxx-campus.de.

Neue Studie: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit von Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit:

Neue Studie: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit von Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit:

Aktuell ist ein Beitrag von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene am Klinikum Passau, mit dem Titel "Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit" in "Krankenhaushygiene up2date 2020" erschienen. Dieser bewertet die Empfehlung des RKI hinsichtlich einer Maskenpflicht für Geschäfte und ÖPNV.

17.09.2020

Aktuell ist ein Beitrag von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene am Klinikum Passau, mit dem Titel "Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit"  in "Krankenhaushygiene up2date 2020" erschienen. Dieser bewertet die Empfehlung des RKI hinsichtlich einer Maskenpflicht für Geschäfte und ÖPNV.

 

Hier die wichtigsten Punkte der aktuellen Bewertung im Überblick:

  • Laut Prof. Kappstein könnten aus einer Maskenpflicht für viele Millionen Bürger in Deutschland täglich zig-millionenfache Kontaminationen resultieren, die zu einem wesentlichen Teil vermeidbar wären, weil die ohnehin schon häufigen Hand-Gesichts-Kontakte der Menschen durch die Maskenpflicht noch häufiger würden, Händewaschen unterwegs aber nur ausnahmsweise möglich sei.
  • Kappstein weist darauf hin, dass der unsachgemäße Umgang mit der Maske und die erhöhte Tendenz, sich selbst ins Gesicht zu fassen, während man die Maske trägt, tatsächlich das Risiko einer Erregerverbreitung und damit Erregerübertragung noch erhöht. Dies widerspreche dem eigentlichen Sinn eines Mund-Nasen-Schutzes.
  • Die meisten Kontakte im öffentlichen Raum seien zum einen keine Face-to-Face-Kontakte. Zum anderen dauerten sie, selbst wenn sie dennoch stattfänden, meist weniger als 15 Minuten, sodass eine effektive Übertragung infektiöser Tröpfchen in diesen Situationen sehr unwahrscheinlich erscheint.
  • Außerdem vermittele eine Maskenpflicht ein falsches Sicherheitsgefühl, und ein falsches Sicherheitsgefühl sei immer ein Sicherheitsrisiko.
  • Abstand halten bei Gesprächen schütze vor direkten Erregerkontakten und mache das Tragen von Masken überflüssig.

  • Weitere Details zur Studie finden Sie hier.

SpiFa fordert „Diskussion über leistungsgerechte Vergütung

SpiFa fordert „Diskussion über leistungsgerechte Vergütung“

60 % des ambulanten Leistungsbedarfs wird von Fachärzten abgearbeitet. Die fachärztliche Honorarentwicklung bildet dies nicht ab.

16.09.2020

60 % des ambulanten Leistungsbedarfs wird von Fachärzten abgearbeitet. Die fachärztliche Honorarentwicklung bildet dies nicht ab.

  • Ausweislich der KBV-Honorarberichte habe sich im Zeitraum 2013 bis 2018 die Versorgungslast von den Hausärzten zu den Fachärzten verschoben. Die Punktezahlanforderung Fachärzte lag 2013 bei 44,8 % der ambulanten kassenärztlichen Versorgung. 2018 seien es bereits 60,46 % gewesen.
  • Der Facharztanteil an der GKV-Gesamtvergütung hat um rund einen Prozentpunkt auf 61,67 % zugelegt, in absoluten Zahlen von 19,04 Milliarden Euro (2013) auf 22,94 Milliarden Euro (2018), was einem Plus von 20,5 % entspricht.

  • Der Hausarzt-Anteil nahm entsprechend um über 15 Prozentpunkte auf 39,54 % ab.
  • Im Berichtszeitraum hätten Hausärzte trotz rückläufiger Leistungsanforderung - von rund 153 Milliarden EBM-Punkten in 2013 auf rund 121,6 Milliarden Punkte in 2018 - absolut gesehen einen Honorarzuwachs um 14,5 % auf 14,11 Milliarden Euro.

  • Arztgruppenübergreifend ist die kassenärztliche Gesamtvergütung den Zahlen zufolge im Fünfjahreszeitraum bis 2018 um 18,2 % auf zuletzt 37,26 Milliarden Euro gestiegen.

Die Budgetierung beträfe Fachärzte in weit höherem Maß als die Hausärzte, heißt es in der SpiFa Mitteilung weiter. Der SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann macht klar, dass das Geld wieder der Leistung folgen muss und fordert bei weiter steigenden Anforderungen an die Fachärzte eindringlich die Aufhebung der Budgetierung.