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BMG: Rechtsgutachten „Stand und Weiterentwicklung der gesetzlichen Regelungen zu MVZ“

BMG: Rechtsgutachten "Stand und Weiterentwicklung der gesetzlichen Regelungen zu MVZ"

Einer der Schwerpunkte der Untersuchung ist die Frage, ob die Regelungen für MVZ ausreichen, um die Unabhängigkeit ärztlicher Entscheidungen vor sachfremden Einflüssen nichtärztlicher Inhaber zu schützen.

11.06.2021

2004 hat der Gesetzgeber mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) einen neuen Typus von Leistungserbringer in der ambulanten Versorgung eingeführt. Zwischenzeitlich hatten sich die gesetzlichen Regelungen zu MVZ mehrmals geändert.

  • Ein aktuelles Gutachten von zwei Juristen und einer Gesundheitsökonomin im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums hinterfragt den derzeitigen regulatorische Rahmen für MVZ.
  • Ein Schwerpunkt des Gutachtens ist bspw. die Frage, ob die Regelungen für MVZ ausreichen, um die Unabhängigkeit ärztlicher Entscheidungen vor sachfremden Einflüssen nichtärztlicher Inhaber zu schützen. Hierbei kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass das derzeitige Schutzniveau grundsätzlich angemessen ist. Zugleich zeigt das Gutachten weitergehende Regelungsvorschläge zur Stärkung der ärztlichen Unabhängigkeit auf, die im Bereich der Binnenorganisation ansetzen.
  • Ein weiterer Aspekt des Gutachtens ist die Stärkung des Zentrumscharakters der MVZ: Hier wird vorgeschlagen, die Mindestgröße für MVZ im Umfang von 3 vollen Versorgungsaufträgen gesetzlich vorzuschreiben. Aktuell ist nur 1 voller Versorgungsauftrag nötig.
  • Bzgl. der Einbringung von Zulassungen in ein MVZ durch Ärzte, die dann im MVZ als Angestellte arbeiten, wird vorgeschlagen, die Mindesttätigkeitsdauer von aktuell mindestens 3 Jahren auf 1 Jahr zu reduzieren.
  • Das Gutachten dürfte als Grundlage in der weiteren MVZ-Debatte dienen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

ABDA-Umfrage zeigt: Bundesbürger wissen nur wenig über E-Rezept

ABDA-Umfrage zeigt: Bundesbürger wissen nur wenig über E-Rezept

Eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts KANTAR im Auftrag der ABDA unter 1.000 Bundesbürgern zeigt, dass die Deutschen noch sehr wenig über den digitalen Nachfolger des Papierrezepts wissen.

09.06.2021

Eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts KANTAR im Auftrag der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) unter 1.000 Bundesbürgern zeigt, dass wenige Monate vor der flächendeckenden Einführung des elektronischen Rezepts (E-Rezept) im Januar 2022 die Deutschen noch sehr wenig über den digitalen Nachfolger des Papierrezepts wissen:

  • 63 % der Erwachsenen haben noch gar nichts vom E-Rezept gehört.
  • 95 % wissen nicht, wann es eingeführt wird.
  • 3/4 der Deutschen möchten ihre Medikamente auch weiterhin gerne persönlich in der Apotheke vor Ort beziehen.
  • 9 % können sich vorstellen, ein E-Rezept an ihre Apotheke zu schicken und deren Botendienst für die Belieferung in Anspruch zu nehmen.
  • 69 % sehen die Papiereinsparung als wichtigsten Vorteil des E-Rezepts.
  • 36 % der Umfrageteilnehmer geben auf die Frage, „wozu sie das Internet in Bezug auf Ihre Gesundheit nutzen“ an, heute schon Arzneimittel und Gesundheitsprodukte online zu bestellen.

E-Rezept: Verpflichtend zum 01.01.2022

E-Rezept: Verpflichtend zum 01.01.2022

Laut bisheriger Planung sollte das elektronische Rezept zum 01.07.2021 bundesweit im Einsatz sein und zum 01.01.2022 verpflichtend werden. Aktuell zeichnet sich ab, dass zum 01.07.2021 nur GKV-Versicherte in Berlin und Brandenburg in den Genuss des E-Rezepts kommen können.

08.06.2021

Laut bisheriger Planung sollte das elektronische Rezept (E-Rezept) zum 01.07.2021 bundesweit im Einsatz sein und zum 01.01.2022 verpflichtend werden. Aktuell zeichnet sich ab, dass zum 01.07.2021 nur GKV-Versicherte in Berlin und Brandenburg in den Genuss des E-Rezepts kommen können.

  • Konkret bestätigte die gematik kürzlich, dass das E-Rezept im 3. Quartal 2021 in „Fokusregionen“ (Berlin und Brandenburg) getestet werde.
  • Erst im 4. Quartal dieses Jahres soll die „bundesweite Einführungsphase“ starten können.
  • Bereits im Vorfeld gab es schon Zweifel, ob die flächendeckende Einführung des E-Rezepts zum 01.07.2021 wirklich gelingen kann. Zum Stand Ende 03/2021 war außerdem ein Drittel der Apotheken noch nicht an die benötigte Telematikinfrastruktur (TI) angebunden.
  • Laut gematik-Geschäftsführer, Dr. Markus Leyck Dieken, soll das E-Rezept ab 01.01.2022 „gemäß Plan“ bereitstehen.

Stationäre Krankenhausversorgung: Kosten 2019 auf 5.088 € pro Fall gestiegen

Stationäre Krankenhausversorgung: Kosten 2019 auf 5.088 € pro Fall gestiegen

Im Jahr 2018 lagen die Kosten je Fall noch bei 4.823 € (5,5 % weniger), so das Statistische Bundesamt (Destatis).

20.05.2021

Im Jahr 2018 lagen die Kosten je Fall noch bei 4.823 € (5,5 % weniger), so das Statistische Bundesamt (Destatis).

  • Insgesamt sind die Kosten der stationären Krankenhausversorgung 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 % auf rund 98,8 Mrd. € gestiegen (2018: 93,5 Mrd. €).
  • Umgerechnet auf rund 19,4 Mio. Patienten, die 2019 in Krankenhäusern vollstationär behandelt wurden, beliefen sich die Kosten je Krankenhausfall auf durchschnittlich 5.088 €.

Selektivverträge: Steigende Nachfrage nach Haus- und Facharztverträgen in Baden-Württemberg

Selektivverträge: Steigende Nachfrage nach Haus- und Facharztverträgen in Baden-Württemberg

Aktuelle Zahlen aus Baden-Württemberg zeigen, dass immer mehr Ärzte und Patienten an den Haus- und Facharztverträgen von AOK und Bosch BKK teilnehmen.

19.05.2021

Aktuelle Zahlen aus Baden-Württemberg zeigen, dass immer mehr Ärzte und Patienten an den Haus- und Facharztverträgen von AOK und Bosch BKK teilnehmen. Auch im Pandemie-Jahr 2020 ließ sich die positive Entwicklung der Haus- und Facharztverträge von AOK Baden-Württemberg und Bosch BKK fortschreiben.

 

  • Laut Angaben des Hausärzteverbands, des MEDI-Verbunds Baden-Württemberg sowie der beteiligten Krankenkassen hat die Zahl der eingeschriebenen AOK-/Bosch BKK-Versicherten in der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) 2020 im Vergleich zu 2019 um 73.000 oder 4,4 %zugenommen.
  • In den entsprechenden Facharztverträgen waren 12/2020 77.4000 Versicherte eingeschrieben, ein Plus von 56.000 bzw. 7,8 %.
  • Das im Hausarztvertrag generierte Honorar ist 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 % auf 517 Mio. € gestiegen.
  • Bei den Facharztverträgen stieg die Honorarsumme um rund 12 % auf aktuell 161 Mio. €.

GKV-Bundeszuschuss 2022: 7 Mrd. € statt gewünschten 12,5 Mrd. €!

GKV-Bundeszuschuss 2022: 7 Mrd. € statt gewünschten 12,5 Mrd. €!

Gesundheits- und Finanzministerium haben sich kürzlich darauf geeinigt, dem Gesundheitsfonds 2022 statt den ursprünglich diskutierten 12,5 Mrd. € nur 7 Mrd. € an zusätzlichem Bundeszuschuss zufließen zu lassen.

18.05.2021

Gesundheits- und Finanzministerium haben sich kürzlich darauf geeinigt, dem Gesundheitsfonds 2022 statt den ursprünglich diskutierten 12,5 Mrd. € nur 7 Mrd. € an zusätzlichem Bundeszuschuss zufließen zu lassen.

  • Die GKV erwartet für 2022 eine Finanzlücke von etwa 17 Mrd. €.
  • Laut Verband der Ersatzkassen (vdek) sei der zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Finanzministerium erzielte Kompromiss ein richtiger Schritt, der aber nicht ausreiche, um die „vor allem Corona-bedingten Zusatzbelastungen der Krankenkassen“ zu decken.
  • Die im Kompromiss zusätzlich vereinbarte Klausel, die besagt, dass das BMG im Einvernehmen mit dem BMF und mit Zustimmung des Bundestags bei einem höheren Bedarf noch zusätzliche Finanzmittel per Rechtsverordnung bereitstellen kann, dürfte laut vdek zum Tragen kommen.
  • Zum Hintergrund: Das Defizit 2021 (16 Mrd. €) wurde mit den Rücklagen der Krankenkassen, einem Bundeszuschuss und einer Erhöhung des Zusatzbeitrags von 1,1 auf 1,3 % ausgeglichen.