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Großteil der Kliniken wieder im Regelbetrieb – und klamm

Großteil der Kliniken wieder im Regelbetrieb – und klamm.

Mehr als 80 % der Kliniken haben teilweise oder ganz wieder den Routinebetrieb aufgenommen. Das geht aus einer Umfrage des Verbands Leitender Krankenhausärzte (VLK) hervor.

15.09.2020

Mehr als 80 % der Kliniken haben teilweise oder ganz wieder den Routinebetrieb aufgenommen. Das geht aus einer Umfrage des Verbands Leitender Krankenhausärzte (VLK) hervor. Zur Beurteilung der Lage wurden 2406 Mitglieder des VLK befragt, die Rücklaufquote lag bei 27 %.

  • 77,6 % der beteiligten Ärzte haben Patienten mit einer Corona-Infektion behandelt, davon 86,1 % auf der Intensivstation.
  • 54,7 % der Häuser waren in die ambulante Versorgung oder Diagnostik von Corona-Patienten involviert - etwa über Fieberambulanzen, gemeinsam mit den Gesundheitsämtern, den Niederlassungen und vielen anderen.
  • Die Vorgaben des Robert Koch-Instituts zu Hygienemaßnahmen bewerten 88,4 % der Teilnehmer als ausreichend.
  • Die Lage bei den Schutzmaterialien hat sich entspannt, 15,8 % gaben an, noch relevante Mängel bei der Versorgung mit Schutzausrüstung zu haben.
  • 60,5 % der Mediziner gaben an, einen erhöhten Druck auf ihre medizinischen Entscheidungen zu erleben.
  • 56,6 % der antwortenden VLK-Mitglieder bewerten die finanzielle Situation ihrer Klinik als kritisch, 37,3 % halten sie für ausgeglichen, 6,1 % schätzen sie als positiv ein. Die Freihaltepauschalen halten 59,2 % für nicht ausreichend.
  • Der VLK fordert eine Fortsetzung des Schutzschirms für die Krankenhäuser über den 30.09.2020 hinaus, laut dem VLK Präsident Dr. Michael Weber wäre eine Möglichkeit der Unterstützung ein vorgezogener Mindererlösausgleich zu den Einnahmen aus dem Jahr 2019.

Änderung Assistentenrichtlinie KZV Bayern: Beschäftigung zahnärztlicher Vorbereitungsassistenten im MVZ

Änderung Assistentenrichtlinie KZV Bayern: Beschäftigung zahnärztlicher Vorbereitungsassistenten im MVZ

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung hat ihre Assistentenrichtlinie mit Wirkung zum 02.08.2020 geändert. Bisher konnte die Vorbereitungszeit nach dieser Assistentenrichtlinie nur bei einem zugelassenen Vertragszahnarzt, bei einem im MVZ zugelassenen Vertragszahnarzt abgeleistet werden.

14.09.2020

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung hat ihre Assistentenrichtlinie mit Wirkung zum 02.08.2020 geändert. Bisher konnte die Vorbereitungszeit nach dieser Assistentenrichtlinie nur bei einem zugelassenen Vertragszahnarzt, bei einem im MVZ zugelassenen Vertragszahnarzt abgeleistet werden.

  • Vorangegangen war ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 12.2.2020, Az. B 6 KA 1/19 R. Das Bundessozialgericht hatte festgestellt, dass die Anzahl von beschäftigten Vorbereitungsassistenten davon abhänge, wie viele Versorgungsaufträge ein MVZ erfülle. Ein MVZ dürfe für jeden vollen Versorgungsauftrag, den es zugeteilt bekommen hat, einen Assistenten in Vollzeit beschäftigen. Es komme auch nicht darauf an, ob der zahnärztliche Leiter des MVZ angestellter Zahnarzt oder Vertragszahnarzt sei oder ob das MVZ seine Versorgungsaufträge im Übrigen durch Vertragszahnärzte oder durch angestellte Zahnärzte erfülle.
  • Bereits in einem anderen Fall hatte das Sozialgericht München entschieden, dass die Assistentenrichtlinie der KZV Bayern mit höherrangigem Recht nicht vereinbar sei. Auch angestellte Zahnärzte seien mit der Erbringung vertragszahnärztlicher Leistungen vertraut.
  • Unter Punkt 2.3 der Assistentenrichtlinie wird nunmehr geregelt:„Die in § 3 Abs. 3 Satz 1 1. HS ZÄ-ZV geforderte Vorbereitungszeit kann bei einem zugelassenen Vertragszahnarzt, bei einem MVZ oder einem zur Teilnahme an der vertragszahnärztlichen Versorgung ermächtigten Zahnarzt abgeleistet werden. Jeder Vorbereitungsassistent wird einem einen Versorgungsauftrag ausfüllenden Zahnarzt (Ausbilder) zugeordnet."
  • Auch andere Assistentenrichtlinien sehen vor, dass in einem MVZ, in dem kein Vertragszahnarzt tätig ist, auch kein Vorbereitungsassistent genehmigt wird. Es ist zu erwarten, dass auch diese Richtlinien geändert werden.

Zusatzbeiträge 2021: Kassen warnen vor Anstieg

Zusatzbeiträge 2021: Kassen warnen vor Anstieg

Aufgrund der Corona-Krise könnten die Zusatzbeiträge nächstes Jahr flächendeckend ansteigen - sofern kein zusätzlicher Bundeszuschuss in den Topf des Gesundheitsfonds gelangt.

11.09.2020

Aufgrund der Corona-Krise könnten die Zusatzbeiträge nächstes Jahr flächendeckend ansteigen - sofern kein zusätzlicher Bundeszuschuss in den Topf des Gesundheitsfonds gelangt. Bereits jetzt haben die gesetzlichen Krankenkassen für 2021 zusätzlichen Finanzbedarf angemeldet. Zwar konnten die Kassen im 1. Halbjahr 2020  einen Überschuss verbuchen - 2021 scheint sich die Lage jedoch anders darzustellen.

  • „Um einen flächendeckenden Anstieg der Zusatzbeiträge im kommenden Jahr zu vermeiden, braucht es für 2021 einen extra Bundeszuschuss für den Gesundheitsfonds", so die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer, nach einem kürzlichen Treffen der Kassen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU.
  • Die umfassenden Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie wie Rettungsschirme für Arztpraxen und Kliniken hätten „deutliche Spuren" sowohl beim Gesundheitsfonds wie auch bei den einzelnen Kassen hinterlassen, so Pfeiffers Ansicht.
  • Dank einer „vorausschauenden Haushaltsführung" in den vergangenen Jahren kämen die Kassen 2020 im Durchschnitt noch ohne eine Beitragserhöhung aus, betonte Pfeiffer. 2021 sei jedoch ein zusätzlicher Bundeszuschuss nötig.
  • Im 1. Halbjahr 2020 verzeichnete die GKV ein Plus von 1,3 Mrd. €. Ein Grund für das Plus sind auch gesunkene Ausgaben für Behandlungen, da viele Operationen in Kliniken abgesagt wurden oder Patienten aus Angst vor einer Ansteckung mit Corona den Praxen fernblieben.
  • Der Bund leistet dieses Jahr bereits zusätzlich Zahlungen i. H. v. 3,5 Mrd. € an den Fonds.
  • Wie sich Ausgaben und Einnahmen der Kassen künftig weiterentwickeln werden, ist derzeit jedoch noch nicht absehbar.
  • Vor dem Hintergrund, dass durch Corona die Kassen-Einnahmen sinken und die -Ausgaben steigen, betonte Gesundheitsminister Spahn: „Zusammengefasst führen die Zahlen zu einem Finanzbedarf von 16,6 Mrd. € für das nächste Jahr, wenn der Zusatzbeitrag stabil bleiben soll." Da der Zusatzbeitrag von Versicherten und Arbeitgebern zu gleichen Teilen bezahlt wird, komme laut Spahn „eine zweite Prämisse in Spiel". So gebe es in der Bundesregierung ein „gemeinsames Verständnis" darüber, dass in der aktuellen Krise die Lohnnebenkosten unter der Marke von 40 % bleiben sollten. Somit sei es „offenkundig, dass es einen Bundeszuschuss braucht". Konkrete Details hierzu gibt es derzeit noch nicht.

Studienplätze Humanmedizin: Aufstockung um 5.000 gegen Ärztemangel

Studienplätze Humanmedizin: Aufstockung um 5.000 gegen Ärztemangel

Um dem zunehmenden Ärztemangel entgegenzutreten, plant aktuell der Vorstand der Unionsfraktion die Medizinstudienplätze aufzustocken.

10.09.2020

Um dem zunehmenden Ärztemangel entgegenzutreten, plant aktuell der Vorstand der Unionsfraktion die Zahl der angebotenen Medizinstudienplätze aufzustocken.

  • „Wir wollen die Medizinstudienplätze mittelfristig um 5.000 aufstocken", so das entsprechende Positionspapier der Fraktionsspitzen von CDU und CSU. 
  • Vor dem Hintergrund einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, neuen Arbeitszeitmodellen und der alternden Gesellschaft zeige sich deutlich, dass mehr Ärzte ausgebildet werden müssten.
  • Dazu kommt, dass die starken Ärztejahrgänge von Anfang der 1960er Jahre in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Darauf sollte das Gesundheitswesen vorbereitet werden.
  • In ländlichen Regionen Deutschlands sei der Ärztemangel bereits heute schon wahrnehmbar.

Neuer Höchststand: Immer mehr ausländische Ärzte zieht es in die Schweiz

Neuer Höchststand: Immer mehr ausländische Ärzte zieht es in die Schweiz

Die Zahl der in der Schweiz tätigen Ärzte steigt seit Jahren kontinuierlich an. Der Großteil stammt mit 53,4 % aus Deutschland, gefolgt von Italien (8,9 %), Frankreich (6,9 %) oder Österreich (6,0 %).

09.09.2020

Die Zahl der in der Schweiz tätigen Ärzte steigt seit Jahren kontinuierlich an: So waren 2019 laut der aktuellen Medizinerstatistik des Schweizer Berufsverbands der Ärzte FMH bei den Eidgenossen insgesamt 37.882 Ärzte berufstätig - gegenüber 2018 ein Zuwachs um 357 Personen.

  • Mit insgesamt 13.755 hat die Zahl der berufstätigen Ärzte in der Schweiz, die aus dem Ausland stammen oder im Ausland ihre Berufsqualifikation erworben haben, aktuell einen neuen Höchststand erreicht. So betrug der Anteil dieser Gruppe innerhalb der Schweizer Ärzteschaft 2019 36,3 % und damit 0,9 Prozentpunkte mehr im Vergleich zum Vorjahr.
  • Im Praxissektor beträgt der Anteil der Ärzte aus dem Ausland 32,7 %, im Kliniksektor 40,2 %.
  • Mit 54,7 % im Praxis- und 52,7 % im Kliniksektor dominiert in der Schweiz der Männeranteil.
  • Zur Herkunft der ausländischen ärztlichen Fachkräfte: Der Großteil stammt mit 53,4 % aus Deutschland, gefolgt von Italien (8,9 %), Frankreich (6,9 %) oder Österreich (6,0 %).
  • In absoluten Zahlen waren 2019 7.347 Ärzte aus Deutschland, 1.222 aus Italien, 952 aus Frankreich, 830 aus Österreich sowie 3.404 aus anderen Ländern ärztlich in der Schweiz tätig gewesen.
  • Die Ärztestatistik zeigt weiter, dass die Zahl der Ärzte, die 2019 an Schweizer Unis das eidgenössische Diplom in Humanmedizin erhalten haben, mit insgesamt 1.089 Ärzten um 60 lag höher als 2018.
  • Sie liegt aber weiterhin weit unter dem angestrebten Ziel von 1.300 Abschlüssen in der Humanmedizin, die die Eidgenossen bis 2025 erreichen wollen, um die Abhängigkeit von ausländischen Ärzten zu verringern. Hierzu hat die Schweiz bereits seit 11/2016 das 100 Mio. Franken schwere Sonderprogramm „Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin" am Laufen.

COVID-19 Metastudie: Lockdown und Maskenzwang haben keinen Einfluss auf Verlauf

COVID-19 Metastudie: Lockdown und Maskenzwang haben keinen Einfluss auf Verlauf

Eine aktuelle Metastudie des renommierten,1920 gegründeten National Bureau of Economic Research (NBER) zeigt, dass Maßnahmen wie Lockdowns und Maskenzwang keinen Einfluss auf den Verlauf von Covid-19 hatten.

08.09.2020

Eine aktuelle Metastudie des renommierten,1920 gegründeten National Bureau of Economic Research (NBER) zeigt, dass Maßnahmen wie Lockdowns und Maskenzwang keinen Einfluss auf den Verlauf von Covid-19 hatten.

  • Das NBER ist ein unabhängiges, mit mehr als zwei Dutzend Nobelpreisträgern verbundenes Institut in den USA.
  • Im Rahmen der Metastudie hat das NBER den Einfluss nicht-pharmazeutischer Maßnahmen auf die Zahl der Todesfälle analysiert und belegt, dass sie in allen untersuchten Ländern unabhängig von den ergriffenen Maßnahmen sanken, so das American Institute of Economic Research (AIER).
  • Laut AIER ist die Schlussfolgerung der Studie, dass die beobachteten Datentrends wahrscheinlich darauf hindeuten, dass nicht-pharmazeutische Interventionen (z. B. Sperrungen, Schließungen, Reisebeschränkungen, Aufenthaltsverbote, Veranstaltungsverbote, Quarantänen, Ausgangssperren und Maskentragen) die Virusübertragungsraten insgesamt nicht zu beeinflussen scheinen.

Weitere Details zur Studie finden Sie hier.