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Zi-Umfrage: Jede 2. Arztpraxis sucht Personal!
Zi-Umfrage: Jede 2. Arztpraxis sucht Personal!
Eine aktuelle Sonderbefragung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung zeigt, dass 50,2 % aller Praxen 2019 und 2020 auf der Suche nach Personal waren.
04.08.2021
Eine aktuelle Sonderbefragung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi) im Rahmen des Zi-Praxis-Panels unter rund 5.300 Praxen zeigt, dass 50,2 % aller Praxen 2019 und 2020 auf der Suche nach Personal waren. Hauptsächlich wurde dabei nach qualifizierten Medizinischen Fachangestellten (MFA) gesucht.
- Dabei gaben 46 % der Praxen an, dass sich gar keine Bewerber auf ihre Stellenausschreibung meldeten.
- Darüber hinaus gaben 52 % an, dass die Bewerber, die sich meldeten, nicht ausreichend qualifiziert seien.
- 94 % sind der Ansicht, dass die Verfügbarkeit von qualifizierten MFA auf dem Arbeitsmarkt schlecht oder sehr schlecht sei.
- Über 2/3 der Praxen sehen auch in den kommenden Jahren große Probleme, geeignetes Personal zu finden.
- Über 50 % der Vertragsarztpraxen bilden selbst nicht-ärztliches Fachpersonal aus.
- Der Personalmangel wirkt sich entsprechend auf die Versorgungssituation in den Praxen aus: So mussten bereits 15 % der Praxen zumindest zeitweise ihr Leistungsangebot einschränken.
- Um qualifiziertes Personal zu halten, bieten rund 75 % der Befragten ihren Angestellten Sonderzahlungen oder andere Zulagen.
- Über 50 % der Praxischefs zahlen Gehälter in Anlehnung an einen Tarifvertrag, 31 % zahlen über Tarif.
- Rund jede 2. Praxis bietet darüber hinaus auch Sachleistungen, wie z. B. die private Nutzung eines Praxis-PKW an.
- Aktuell nutzten auch mehr als 2/3 der Praxen die steuerfreie Corona-Sonderzahlung: Durchschnittlich wurden 856 € je nicht-ärztlichem Mitarbeiter pro Praxis ausgezahlt.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Umfrage zeigt: Elektronische Patientenakte nur wenig genutzt
Umfrage zeigt: Elektronische Patientenakte nur wenig genutzt
Mit der elektronischen Patientenakte (ePA) als Kernstück der Digitalisierung des Gesundheitswesens erhalten die Versicherten einen schnellen Zugriff auf ihre medizinischen Daten, Diagnosen und bald auch ihren Impfpass.
30.07.2021
Mit der elektronischen Patientenakte (ePA) als Kernstück der Digitalisierung des Gesundheitswesens erhalten die Versicherten einen schnellen Zugriff auf ihre medizinischen Daten, Diagnosen und bald auch ihren Impfpass. Laut einer repräsentativen Umfrage zum Thema Digital Health im Auftrag des Industrieverbandes Bitkom würden 66 % der Bürger die elektronische Patientenakte künftig gern nutzen - wirklich im Gebrauch haben sie allerdings erst 0,2 %.
- Zum Hintergrund: Seit 01.01.2021 müssen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Versicherten eine ePa anbieten.
- 21 % der Befragten haben kein Interesse, eine ePA zu nutzen.
- 10 % haben sich mit dem Thema noch nicht befasst.
- Unter den Interessierten sehen 74 % als Vorteil der ePA hauptsächlich, dass andere Ärzte auf Diagnosen, Befunde oder Arztbriefe zum aktuellen Stand Zugriff haben können.
- 71 % wollen auf diesem Wege selbst alle Infos über die eigene Krankengeschichte unkompliziert im Blick haben.
- 64 % finden vorteilhaft, dass Doppeluntersuchungen durch die digitale Dokumentation vermieden werden.
- 56 % zweifeln an der Datensicherheit der ePA.
- 71 % fordern generell einen schnelleren Ausbau digitaler Angebote in der Medizin.
- 70 % der Befragten sind der Meinung, Deutschland hänge bei der Digitalisierung des Gesundheitssystems hinter anderen Ländern zurück.
- Die Umfrage befasste sich auch mit dem digitalen Impfzertifikat: 42 % der Smartphone-Nutzer haben diesen Nachweis bereits auf dem eigenen Smartphone abgespeichert.
- Ein weiterer Fokus lag auf der Videosprechstunde: So haben 22 % der 50- bis 64-Jährigen schon einmal einen digitalen Arztbesuch absolviert.
Digitale Corona-Impfzertifikate: Bis auf Weiteres keine Ausstellung in Apotheken wegen Sicherheitslücke
Digitale Corona-Impfzertifikate: Bis auf Weiteres keine Ausstellung in Apotheken wegen Sicherheitslücke
Aufgrund einer Sicherheitslücke am Server des Apothekerverbands können Apotheken momentan keine Corona-Impfzertifikate ausstellen.
26.07.2021
Aufgrund einer Sicherheitslücke am Server des Apothekerverbands können Apotheken momentan keine Corona-Impfzertifikate ausstellen.
- Ab wann das Ausstellen eines digitalen Corona-Impfzertifikats für Geimpfte wieder möglich sein wird, ist derzeit noch unklar, so eine Mitteilung des Deutschen Apothekerverbands (DAV).
- Zum Hintergrund: Dem „Handelsblatt" war es gelungen, mit gefälschten Dokumenten auf dem DAV-Server einen Gastzugang für einen nicht existierenden Apothekeninhaber auf der Branchenplattform mein-apothekenportal.de zu erzeugen, mit dem dann Impfzertifikate online ausgestellt worden seien.
- Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium daraufhin gestoppt. Außerdem werden alle angemeldeten Betriebsstätten einer Überprüfung unterzogen.
GKV-Honorare: 2019 um 1,7 % auf 230.845 € je Arzt gestiegen
GKV-Honorare: 2019 um 1,7 % auf 230.845 € je Arzt gestiegen
Kürzlich hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung die Gesamtjahreszahlen 2019 mit dem Honorarbericht zum 4. Quartal 2019 veröffentlicht, der zeigt, dass die Kassenarzthonorare im Berichtsjahr bundesweit um 1,7 % auf 230.845 € pro Arzt angestiegen sind.
23.07.2021
Kürzlich hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) die Gesamtjahreszahlen 2019 mit dem Honorarbericht zum 4. Quartal 2019 veröffentlicht, der zeigt, dass die Kassenarzthonorare im Berichtsjahr bundesweit um 1,7 % auf 230.845 € pro Arzt angestiegen sind.
- Über sämtliche Fachgruppen stieg der Honorarumsatz je GKV-Behandlungsfall 2019 durchschnittlich um 2,6 % auf 70,10 €.
- Bei den Fachärzten entwickelten sich die Einnahmen aus kollektivvertraglicher GKV-Tätigkeit mit + 2,0 % (auf 229.880 €) besser als bei den Hausärzten, die sich im Schnitt um 1,4 % (auf 231.838 €) steigern konnten.
- Darüber hinaus hat der außerbudgetäre Honoraranteil im 2-stelligen Bereich zugenommen: So gab es 2019 eine Zunahme der extrabudgetären Vergütung (EGV) um 10,2 % auf 14,65 Mrd. €. Hauptgrund dafür dürfte das im 05/2019 in Kraft getretene Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) sein, das u. a. die Abrechnung von Terminservice-Fällen außer Budget möglich machte.
- Die morbiditätsbedingte Vergütung (MGV) ist 2019 mit rund 26 Mrd. € nahezu unverändert geblieben.
- Das höchste Einnahmenwachstum aus kassenärztlicher Tätigkeit konnten Fachärzte für Psychotherapie/psychosomatische Medizin und Psychiatrie mit 10,8 % (auf im Mittel 94.293 €) erzielen.
- Fachärzte für Humangenetik konnten mit 10,2 % ein Umsatzplus auf 776.121 € verbuchen.
- Onkologische Internisten schnitten mit + 6,6 % (auf 403.544 €) ebenfalls überdurchschnittlich gut ab.
- Allgemeinmediziner und hausärztlich tätige Internisten hatten 1,3 % mehr als im Vorjahr - das macht im Schnitt 229.231 € je Arzt.
- Zu Rückgängen kam es u. a. bei Rheumatologen (- 1,7 % auf 281.568 €), Augenärzten (- 0,6 % auf 281.407 €) sowie Strahlentherapeuten und Orthopäden (je - 0,3 % auf 769.057 € bzw. 216.309 €).
GBA: Aufstockung der Hausarztsitze um 260 Stellen
GBA: Aufstockung der Hausarztsitze um 260 Stellen
Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat in seiner Sitzung am 15.07.2021 die Bedarfsplanung angepasst.
23.07.2021
Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) hat in seiner Sitzung am 15.07.2021 die Bedarfsplanung angepasst.
- Durch die aktuelle Anpassung können bundesweit rund 260 zusätzliche Niederlassungsmöglichkeiten für Hausärzte ausgewiesen werden.
- Die zusätzlichen Hausarzt-Sitze wurden durch eine Veränderung des Morbiditätsfaktors möglich.
- Der Morbiditätsfaktor soll sicherstellen, dass sich eine veränderte Krankheitslast auch auf die regionale Bedarfsplanung auswirkt.
- In Regionen mit einer höheren Morbidität als im Bundesschnitt werden die Verhältniszahlen (Anzahl Einwohner pro Arzt) gesenkt und damit mehr Arztsitze ausgewiesen.
- Bei der hausärztlichen Versorgung sind es statt bisher 1.671 Einwohnern je Hausarztsitz künftig 1.606.
- Da neben der Morbidität auch Daten zur Alters- und Geschlechtsstruktur in die Berechnung einfließen, sinkt das Verhältnis weiter, sodass künftig 1.344 Einwohner auf einen Hausarztsitz kommen.
- Die finalen Änderungen der Bedarfsplanungs-Richtlinie treten am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft.
Triton verkauft Meine Radiologie an EQT Infrastructure
Triton verkauft Meine Radiologie an EQT Infrastructure
Der Private-Equity-Investor Triton verkauft die Radiologiekette Meine Radiologie Holding ("MRH"), ein führender Anbieter von Diagnostik und Behandlung in der Radiologie und Strahlentherapie mit Sitz in Frankfurt, an EQT Infrastructure. Über die Einzelheiten der Transaktion und den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
21.07.2021
Der Private-Equity-Investor Triton verkauft die Radiologiekette Meine Radiologie Holding ("MRH"), ein führender Anbieter von Diagnostik und Behandlung in der Radiologie und Strahlentherapie mit Sitz in Frankfurt, an EQT Infrastructure. Über die Einzelheiten der Transaktion und den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
- Dies ist aktuell nicht der einzige Radiologie-Deal der schwedischen EQT Infrastructure: Sie übernehmen außerdem die Radiologiegruppe Blikk von der DBAG, die ebenfalls einen hohen Veräußerungserlös erwartet.
- Ziel ist es, beide Unternehmen zu einer noch größeren Radiologiekette zu verschmelzen.
- Hintergrund: Triton hatte Meine Radiologie 2019 von Tempus Capital übernommen. Unter der Eigentümerschaft von Triton ist die MRH schnell gewachsen und konnte sich von 9 auf 37 Praxen vergrößern. Zu den Entwicklungen unter Triton gehörte u. a. die Implementierung einer sicheren digitalen Übertragung von MRT-Bildern direkt vom Radiologen zum Orthopäden oder Allgemeinmediziner, um die Effizienz zu steigern.
- Meine Radiologie Holding (ehemals Deutsche Radiologie Holding) wurde 2017 gegründet. Meine Radiologie Holding mit Sitz in Frankfurt am Main begleitet radiologische, nuklearmedizinische und strahlentherapeutische Praxen als finanzstarker Investor und professioneller Managementpartner auf dem Weg der Nachfolgeplanung. Die MRH kann als ein führender Akteur im deutschen Radiologie-Markt bezeichnet werden. Weitere Informationen: www.meine-radiologie.com
- Triton: Seit der Gründung im Jahr 1997 hat Triton 10 Fonds aufgelegt und sich auf Unternehmen in den Sektoren Industrie & Technologie, Dienstleistungen, Konsumgüter und Gesundheitswesen fokussiert. Die Triton Fonds investieren in mittelständische Unternehmen mit Sitz in Europa. Aktuell befinden sich 48 Unternehmen mit einem Umsatz von insgesamt ca. 17,5 Mrd. € und rund 100.000 Mitarbeitern im Portfolio Tritons. Weitere Informationen: www.triton-partners.de