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E-Rezept: Umsetzung im Apothekenalltag
E-Rezept: Umsetzung im Apothekenalltag
Die elektronische Verordnung von Arzneimitteln soll vorangebracht werden. Doch wie erfolgt die konkrete Umsetzung in Apotheken?
20.06.2022
Überblick über den Ablauf zum Umgang mit dem E-Rezept in Apotheken
- Das elektronisch signierte Rezept meldet der Arzt mithilfe seines Praxisverwaltungssystems (PVS) an den zentralen Rezeptspeicher. Bei diesem Vorgang produziert das PVS den sog. E-Rezept-Token. Der Token ersetzt eine Art Schlüsselkarte, um an das eigentliche E-Rezept zu gelangen. Auf diesem Token sind die Daten des Patienten, sowie die des verordneten Arztes gespeichert. Ebenfalls enthält der Token die Medikamentenverordnung inklusive Dosierung.
- Der Arzt kann zwischen vier verschiedenen Verordnungsmöglichkeiten auf dem E-Rezept wählen:
- Fertigarzneimittel-Verordnung
- Wirkstoffverordnung
- Freitext-Verordnung
- Rezeptur
- Fertigarzneimittel-Verordnung
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Die Apotheke erhält den Token entweder persönlich über den Kunden, durch Zusendung des Barcodes oder durch Zuweisung des Rezeptes mittels einer App.
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Der Token ermöglicht der Apotheke das E-Rezept abzurufen, zu bearbeiten und anschließend abzurechnen. Damit die Apotheke dies tun kann, müssen folgende technischen Voraussetzungen vorliegen:
Apotheken: Neue pharmazeutische Dienstleistungen für GKV-Versicherte
Apotheken: Neue pharmazeutische Dienstleistungen für GKV-Versicherte
Der Katalog an neuen pharmazeutischen Dienstleistungen inkl. Vergütung steht: Künftig dürfen Apotheken 5 neue Leistungen anbieten und mit der GKV abrechnen.
14.06.2022
Der Katalog an neuen pharmazeutischen Dienstleistungen inkl. Vergütung steht: Künftig dürfen Apotheken 5 neue Leistungen anbieten und mit der GKV abrechnen.
Die Ärzteschaft ist indes empört und sieht die neuen Leistungen als Angriff auf die hausärztliche Versorgung. Laut Dr. Andreas Gassen, KBV-Vorstandsvorsitzender, seien die besonderen Betreuungsleistungen sowohl "inhaltlich fragwürdig" als auch "teuer".
Bei den Dienstleistungen handelt es sich um Blutdruckmessen zur Risikoerfassung bei hohem Blutdruck, Betreuung von Patienten nach Organtransplantation sowie unter oraler Antitumortherapie, Schulungen zu Inhalativa und eine erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation.
Zum Hintergrund: Eigentlich haben GKV-Versicherte schon seit 01/2022 Anspruch auf die neuen pharmazeutischen Dienstleistungen, da dies der Gesetzgeber so im Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz festgeschrieben hat. Bezüglich des konkreten Dienstleistungspakets musste die Schiedsstelle eine Entscheidung treffen, nachdem es zwischen dem Deutschen Apothekerverband und dem GKV-Spitzenverband zu keiner Einigung gekommen war.
Hier die neuen Dienstleistungen im Überblick
- Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation:
- Patienten, die dauerhaft 5 oder mehr Arzneimittel verordnet bekommen, sollen eine „erweiterte Medikationsberatung" mit dem Ziel erhalten, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern. GKV-Versicherte können diese Beratung einmal jährlich, „bei erheblichen Umstellungen der Medikation auch häufiger", beanspruchen.
- Vergütung: Die Leistung wird mit 90 € (netto) honoriert.
- Patienten, die dauerhaft 5 oder mehr Arzneimittel verordnet bekommen, sollen eine „erweiterte Medikationsberatung" mit dem Ziel erhalten, die Arzneimitteltherapiesicherheit zu verbessern. GKV-Versicherte können diese Beratung einmal jährlich, „bei erheblichen Umstellungen der Medikation auch häufiger", beanspruchen.
- Pharmazeutische Betreuung von Organtransplantierten:
- Organtransplantierte, denen Immunsuppressiva verordnet werden, können in den ersten 6 Monaten nach der Transplantation sowie nach einer Neuverordnung eines Immunsuppressivums eine Beratung erhalten, um potenzielle arzneimittelbezogene Probleme zu erkennen bzw. zu vermeiden.
- Vergütung: 90 € für eine Erstberatung, 17,55 € für eine Folgeberatung im Abstand von 2 - 6 Monaten.
- Organtransplantierte, denen Immunsuppressiva verordnet werden, können in den ersten 6 Monaten nach der Transplantation sowie nach einer Neuverordnung eines Immunsuppressivums eine Beratung erhalten, um potenzielle arzneimittelbezogene Probleme zu erkennen bzw. zu vermeiden.
- Pharmazeutische Betreuung bei oraler Antitumortherapie:
- Eine spezifische Beratung sollen auch Patienten erhalten, die orale Krebsmedikamente einnehmen.
- Auch hier geht es um die Optimierung der Therapiesicherheit in einem Erstgespräch sowie einer Folgeberatung 2 - 6 Monate später.
- Vergütung: 90 € für ein Erstgespräch, 17,55 € für eine Zweitberatung.
- Eine spezifische Beratung sollen auch Patienten erhalten, die orale Krebsmedikamente einnehmen.
- Standardisierte Risikoerfassung hoher Blutdruck:
- Kunden mit diagnostiziertem Bluthochdruck und Verordnung eines Antihypertensivums können sich 1 x pro Jahr in der Apotheke den Blutdruck kontrollieren lassen. Dort wird der Mittelwert aus 3 Messungen gebildet). Anschließend sollen im Rahmen einer Beratung ggf. konkrete Empfehlungen gegeben werden. Bei Messwerten oberhalb definierter Grenzwerte sollen die Kunden darüber hinaus zu einem Arztbesuch aufgefordert werden.
- Vergütung: 11,20 € netto; die Leistung darf auch vom pharmazeutischen Personal erbracht werden.
- Kunden mit diagnostiziertem Bluthochdruck und Verordnung eines Antihypertensivums können sich 1 x pro Jahr in der Apotheke den Blutdruck kontrollieren lassen. Dort wird der Mittelwert aus 3 Messungen gebildet). Anschließend sollen im Rahmen einer Beratung ggf. konkrete Empfehlungen gegeben werden. Bei Messwerten oberhalb definierter Grenzwerte sollen die Kunden darüber hinaus zu einem Arztbesuch aufgefordert werden.
- Standardisierte Einweisung in die korrekte Arzneimittelanwendung und Üben der Inhalationstechnik:
- Asthmatiker ab dem 6. Lebensjahr können sich in der Apotheke künftig in die Anwendung ihrer inhalativen Medikamente einweisen lassen und die korrekte Inhalationstechnik üben. Der Anspruch besteht nach Neuverordnung eines Inhalationsgerätes oder bei einem Gerätewechsel zu einem neuen Device. Eine Wiederholung ist nach 12 Monaten möglich, wenn laut Selbstauskunft keine anderweitige Einweisung stattgefunden hat und der Patient sich nicht zwischenzeitlich in das Disease Management Program (DMP) für Asthma und COPD eingeschrieben hat.
- Vergütung: 20 € netto; die Leistung darf auch vom pharmazeutischen Personal erbracht werden.
Bzgl. der weiteren abrechnungstechnischen Details, Anforderungen etc. halten wir Sie in MedMaxx weiter auf dem Laufenden.
Orientierungswert 2023: Aktuelle Preissteigerungen sollen berücksichtigt werden
Orientierungswert 2023: Aktuelle Preissteigerungen sollen berücksichtigt werden
Aktuelle Preissteigerungen schlagen sich in der Praxis erst 2 Jahre später im Orientierungswert nieder. Die Vertreterversammlung der KBV fordert daher eine Änderung dieser Regelung.
02.06.2022
Aktuelle Preissteigerungen schlagen sich in der Praxis erst 2 Jahre später im Orientierungswert nieder. Die Vertreterversammlung der KBV (KBV-VV) fordert daher eine Änderung dieser Regelung.
- Momentan ist es laut KBV so, dass die Praxen die Kostensteigerungen 2 Jahre lang vorfinanzieren, weil der Bewertungsausschuss für seine Berechnungen die letzten beiden verfügbaren abgeschlossenen Datenjahre verwende.
- Die KBV-VV fordert nun, dass sich die zusätzliche Belastung der Personalkosten und die aktuellen Preissteigerungen bereits im Orientierungswert 2023 niederschlagen.
- Hintergrund ist u. a. der Wettbewerb um die Fachkräfte in den Praxen.
- Hintergrund ist u. a. der Wettbewerb um die Fachkräfte in den Praxen.
- Zusätzlich soll der Vorstand der KBV ein Modell entwickeln, das auch die Inflation im Orientierungswert berücksichtigt.
- Wird die hohe Inflationsrate nicht berücksichtigt, könnte dies für viele Arztpraxen über kurz oder lang zum Problem werden und die wirtschaftliche Existenz der Praxen bedrohen.
Steuerentlastungsgesetz: Diese Regelungen sind vorgesehen
Steuerentlastungsgesetz: Diese Regelungen sind vorgesehen
Kürzlich hat der Bundesrat dem vom Bundestag am 12.05.2022 verabschiedeten Steuerentlastungsgesetz zugestimmt.
31.05.2022
Kürzlich hat der Bundesrat dem vom Bundestag am 12.05.2022 verabschiedeten Steuerentlastungsgesetz zugestimmt.
Folgende steuerentlastende Regelungen sind von dem neuen Gesetz u. a. vorgesehen:
- Arbeitnehmer-Pauschbetrag: Rückwirkend zum 01.01.2022 wird der Arbeitnehmer-Pauschbetrag bei der Einkommensteuer um 200 € auf 1.200 € angehoben.
- Energiepreispauschale: Alle aktiv tätigen Erwerbspersonen haben für 2022 einmalig Anspruch auf eine steuerpflichtige Energiepreispauschale von 300 €.
- Kindergeld: Für jedes Kind, das zum Stand 07/2022 Kindergeld bezieht, erhöht sich das Kindergeld um einen Einmalbetrag ("Kinderbonus") von 100 €.
- Grundfreibetrag: Rückwirkend zum 01.01.2022 steigt der Grundfreibetrag für 2022 von aktuell 9.984 € um 363 € auf 10.347 €.
- Pendlerpauschale: Rückwirkend zum 01.01.2022 wird die bis 2026 befristete Anhebung der Entfernungspauschale für Fernpendler ab dem 21. Kilometer auf 38 Ct. vorgezogen.
- Weiterer Fortgang: Nachdem der Bundespräsident unterzeichnet hat, wird das neue Gesetz im Bundesgesetzblatt verkündet.
- Inkrafttreten: Am Tag nach der Verkündung im Bundesgesetzblatt, partiell rückwirkend zum 01.01.2022 (s. o.).
126. Deutscher Ärztetag: GOÄ bleibt auf Lauterbachs Reformagenda unberücksichtigt
126. Deutscher Ärztetag: GOÄ bleibt auf Lauterbachs Reformagenda unberücksichtigt
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) stellte aktuell in Bremen auf dem 126. Deutschen Ärztetag seine Reform-Agenda vor. Hier machte er jedoch den Ärzten wenig Hoffnung in Bezug auf die neue GOÄ.
27.05.2022
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) stellte aktuell in Bremen auf dem 126. Deutschen Ärztetag seine Reform-Agenda vor. Hier machte er jedoch den Ärzten wenig Hoffnung in Bezug auf die neue GOÄ.
- Viele Ärzte hofften in diesem Zusammenhang auf eine klare Botschaft des Bundesgesundheitsministers. Dass er nun zur neuen GOÄ schwieg, stößt in der Ärzteschaft auf Kritik.
- BÄK-Präsident Dr. Klaus Reinhardt überreichte Lauterbach zuvor die neue Gebührenordnung, der diese vorurteilsfrei prüfen wollte, machte der Ärzteschaft jedoch keine Hoffnung auf "große Sprünge" in der GOÄ, da der Spielraum sehr eng sei.
- Andere Themen beim diesjährigen Deutschen Ärztetag waren u. a. der Tarifvertrag für ÖGD-Ärzte sowie die Gewinnung neuer Medizinstudenten.
Gesundheitsberufe: Ausbildung zur MFA 2021 sehr beliebt
Gesundheitsberufe: Ausbildung zur MFA 2021 sehr beliebt
In Summe verzeichnen die Gesundheitsberufe einen Rückgang von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr.
13.05.2022
Aktuell ist der Berufsbildungsbericht 2022 des Bundesbildungsministeriums erschienen. Dieser zeigt die jährliche Entwicklung der bundesweiten beruflichen Bildung und nimmt den Ausbildungsmarkt unter die Lupe.
- Der diesjährige Report zeigt, dass 2021 insgesamt 473.063 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen wurden (ein Anstieg um 1,2 %).
- Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Wert von 2019 sind es jedoch rund 10 % weniger.
- Unterschiede zwischen den Geschlechtern:
- In mehr als 17.000 Fällen entschieden sich junge Frauen für eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (MFA), womit dieser Gesundheitsberuf die Liste der Top-Favoriten unter den Ausbildungsberufen darstellt.
- Bei den Männern sind Gesundheitsberufe nach wie vor nicht so stark nachgefragt - hier steht auf Platz 1 mit weitem Abstand der Kfz-Mechatroniker.
- In mehr als 17.000 Fällen entschieden sich junge Frauen für eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten (MFA), womit dieser Gesundheitsberuf die Liste der Top-Favoriten unter den Ausbildungsberufen darstellt.
- In Summe verzeichnen die Gesundheitsberufe einen Rückgang von 2,9 % im Vergleich zum Vorjahr.
- Den größten Anstieg der Azubis im 1. Ausbildungsjahr im Bereich der Gesundheitsberufe gab es in der zahlenmäßig kleinsten Auszubildendengruppe, bei den Orthoptisten (35,7 %).
- Den höchsten Rückgang gab es wiederum bei der Ausbildung zur Hebamme und zum Entbindungspfleger (- 23,2 %).
- Ergotherapie-Ausbildung + 5,8 %
- Ausbildung zur Medizinisch-Technischen Radiologieassistenz (MTRA) + 4,7 %
- Ausbildung zur Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenz (MTLA) + 4,6 %
- Ausbildung zum Notfallsanitäter + 3,1 %
- Ausbildung zum Logopäden + 2,6 %
- Ausbildung zum Physiotherapeuten +1,2 %
- Ausbildung zur Diätassistenz +1,1 %
- Ausbildung zum Masseur / medizinischen Bademeister + 0,9 %
Weitere Informationen finden Sie hier.