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Lebenserwartung in Deutschland: Ursachen und Entwicklung im europäischen Vergleich

Eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung zeigt, dass Deutschland im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern bei der Lebenserwartung zurückfällt.

04.06.2024

Eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung zeigt, dass Deutschland im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern bei der Lebenserwartung zurückfällt. Während im Jahr 2000 der Rückstand Deutschlands zur durchschnittlichen Lebenserwartung in Westeuropa noch 0,7 Jahre betrug, hat sich dieser Abstand bis 2022 auf 1,7 Jahre vergrößert. Besonders auffällig ist die erhöhte Sterblichkeit bei der Bevölkerung über 65 Jahren, insbesondere bei Frauen ab 75 Jahren.

 

Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Der Abstand der Lebenserwartung Deutschlands zu Westeuropa wuchs von 0,7 Jahren im Jahr 2000 auf 1,7 Jahre im Jahr 2022.
  • Seit den 2000er Jahren hat sich die Sterblichkeitslücke zwischen Deutschland und Westeuropa kontinuierlich vergrößert.
  • Ostdeutschland konnte den Rückstand zu Westdeutschland und Westeuropa zunächst verringern, insbesondere durch Investitionen in die Gesundheitsversorgung.
  • Frauen in Ostdeutschland haben bei der Lebenserwartung zu Westdeutschland aufgeschlossen, während Männer weiterhin einen Rückstand von einem Jahr haben.
  • Die Sterblichkeit der über 65-Jährigen in Deutschland ist höher als im westeuropäischen Durchschnitt, besonders bei Frauen ab 75 Jahren und Männern zwischen 55 und 74 Jahren.
  • Es besteht insbesondere Bedarf in der Prävention und Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie in den Bereichen Tabak-/Alkoholprävention und gesunde Ernährung.
  • Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsvorsorge und der Reduzierung der Sterblichkeit, um den Rückstand gegenüber den anderen westeuropäischen Ländern zu verringern.

Hier geht es zur Studie.