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Humanmedizin: 2019 mehr Uni-Abschlüsse

Humanmedizin: 2019 mehr Uni-Abschlüsse

Laut aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts haben im Wintersemester 2018/2019 und Sommersemester 2019 insgesamt rund 512.000 Absolventen einen Hochschulabschluss an einer deutschen Hochschule gemacht – damit ist die Anzahl der Abschlüsse um 3 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

04.09.2020

Laut aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts haben im Wintersemester 2018/2019 und Sommersemester 2019 insgesamt rund 512.000 Absolventen einen Hochschulabschluss an einer deutschen Hochschule gemacht – damit ist die Anzahl der Abschlüsse um 3 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

  • 7 % der Abschlüsse (33.968) wurden 2019 in den Fächern Humanmedizin und Gesundheitswissenschaften absolviert, davon wiederum 17.714 in der Humanmedizin.
  • In der Zahnmedizin konnten 2019 insgesamt 2.770 Abschlüsse verzeichnet werden.
  • Von den weiteren Abschlusszahlen im Gesundheitsbereich liegen Gesundheitswissenschaften/Gesundheitsmanagement mit 8.480 verzeichneten Abschlüssen vor den nichtärztlichen Heilberufen (2.168 Abschlüsse), Pflegewissenschaften/-management (1.968) und der Gesundheitspädagogik (868 Abschlüsse).
  • Im Hinblick auf die Verteilung der Absolventen zwischen den Geschlechtern zeigt sich, dass die Humanmedizin eine Frauendomäne ist: 7.086 männlichen Absolventen stehen 10.628 Frauen gegenüber – ein Trend, der schon in den vergangenen Jahren zu beobachten war. Auch in der Zahnmedizin und in den Gesundheitswissenschaften ist dieser Trend zu beobachten.

Online-Apotheken: Mehr als jeder Zweite kauft Arzneimittel online

Online-Apotheken: Mehr als jeder Zweite kauft Arzneimittel online

58 % der Menschen in Deutschland bestellen ihre Arzneimittel über eine Versandapotheke, so eine aktuelle Umfrage.

03.09.2020

58 % der Menschen in Deutschland bestellen ihre Arzneimittel über eine Versandapotheke, so eine aktuelle Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat.

  • Im Rahmen der repräsentativen Analyse wurden im Frühjahr 2020 1.193 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt.
  • Gefragt wurde u. a.: „Wo kaufen Sie gewöhnlich verschreibungspflichtige bzw. nicht verschreibungspflichtige Medikamente?“ und „Wie zufrieden sind Sie mit den folgenden Aspekten beim Kauf von Medikamenten bei Online-Apotheken?“
  • Rund jeder Sechste (17 %) löst auch Rezepte für verschreibungspflichtige Arzneien (Rx) in der Online-Apotheke ein.
  • V. a. jüngere Verbraucher ordern ihre Medikamente online: 73 % der 16- bis 29-Jährigen bestellen ihre Arzneimittel im Internet, ebenso 71 % der 30- bis 49-Jährigen, 64 % der 50- bis 64-Jährigen, aber nur jeder Vierte über 65 Jahren (25 %).
  • 92 % der Online-Besteller sind zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit der angebotenen Auswahl, 91 % sagen dies über das Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • 78 % loben die Liefergeschwindigkeit der Versandapotheken.
  • Hinsichtlich des Beratungs- und Informationsangebots durch Online-Apotheken zeigt sich jeder Zweite (47 %) zufrieden bzw. sehr zufrieden.
  • Fast alle Befragten nutzen aber auch die traditionellen Vor-Ort-Apotheken: 99 % besorgen dort ihre verschreibungspflichtigen und 74 % ihre nicht verschreibungspflichtigen Medikamente.

Kritik an Corona-Maßnahmen der Bundesregierung wird lauter

Kritik an Corona-Maßnahmen der Bundesregierung wird lauter

In medizinischen Fachkreisen wird offenbar zunehmend befürchtet, dass zukünftige Maßnahmen mehr aufgrund politischer Überlegungen und weniger faktenbasiert getroffen werden.

02.09.2020

In medizinischen Fachkreisen wird offenbar zunehmend befürchtet, dass zukünftige Maßnahmen hinsichtlich Corona mehr aufgrund politischer Überlegungen und weniger faktenbasiert getroffen werden:

  • Eine 9-köpfige Expertenkommission unter Vorsitz von Professor Matthias Schrappe (Uni Köln) formuliert hierzu in eine aktuelle Analyse: „Die Pandemie rechtfertigt es nicht, von der Grundnorm einer begründet abwägenden Entscheidungsfindung abzugehen und die Erfordernisse eines transparenten, fairen und faktenbegründeten Diskurses zwischen Politik, Wissenschaft und Medien zu relativieren.“
  • Auch in den Medien mehren sich die kritischen Stimmen. Jüngst formulierte die Neue Züricher Zeitung (NZZ): „Was, wenn am Ende „die Covidioten“ recht haben?“
  • Darüber hinaus stößt derzeit eine Gruppe von Ärzten und Forschern, darunter der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel vom UKE und der ehemalige Hamburger Staatsrat Matthias Gruhl, eine neue Debatte über die Maskenpflicht an. In einem entsprechenden Thesenpapier wurde aktuell veröffentlicht, dass es bislang keine wissenschaftlich fundierten Antworten auf die Frage gibt, wann Corona-Schutzmasken sinnvoll sind und wann nicht.
    • Als Beispiel wird die Thematik der Maskenpflicht in Supermärkten genannt: In einem Supermarkt müssten rein rechnerisch 12.500 Menschen sein, die eine Stunde lang ihre Maske tragen, um nur eine einzige Corona-Infektion zu verhindern.
    • Hintergrund: In Supermärkten sei das Infektionsrisiko deutlich geringer als bspw. in einer Klinik.
    • Das Thesenpapier finden Sie hier als PDF zum Download: www.ndr.de

Statistisches Bundesamt: 2019 deutlich mehr ausländische Fachkräfte in medizinischen Gesundheitsberufen anerkannt

Statistisches Bundesamt: 2019 deutlich mehr ausländische Fachkräfte in medizinischen Gesundheitsberufen anerkannt

Allein 15.500 Abschlüsse von ausländischen Pflegekräften (+ 49 % im Vergleich zum Vorjahr) wurden 2019 akzeptiert.

27.08.2020

Allein 15.500 Abschlüsse von ausländischen Pflegekräften (+ 49 % im Vergleich zum Vorjahr) wurden 2019 akzeptiert.

  • Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts stieg im vergangenen Jahr die Zahl der akzeptierten Abschlüsse in medizinischen Gesundheitsberufen um 24 % auf 27.700, was 65 % aller anerkannten Berufsqualifikationen entspricht.
  • Allein 15.500 Abschlüsse von Pflegekräften (+49 %) wurden akzeptiert. Damit hat sich die Zahl seit 2016 fast verdreifacht.
  • Überblick über die Herkunftsländer:
    • Neben den EU-Mitgliedstaaten (2.600) wurden am häufigsten Berufsqualifikationen von Pflegekräften
    • aus den Philippinen (2.900),
    • Bosnien und Herzegowina (2.300)
    • sowie Albanien (1.300) anerkannt.

Krankenhausmarkt: Fresenius Helios breitet sich weiter aus

Krankenhausmarkt: Fresenius Helios breitet sich weiter aus

Der Gesundheitskonzern Fresenius ist weiter auf Einkaufstour: Die Kliniktochter Fresenius Helios erwirbt in Duisburg und Krefeld 3 Kliniken und 4 Medizinische Versorgungszentren.

21.08.2020

Der Gesundheitskonzern Fresenius ist weiter auf Einkaufstour: Die Kliniktochter Fresenius Helios erwirbt in Duisburg und Krefeld 3 Kliniken und 4 angeschlossene Medizinische Versorgungszentren (MVZ). Damit baut Helios seine Präsenz auf dem Klinikmarkt weiter aus.

  • Konkret handelt es sich bei den Kliniken um Häuser des Malteserordens, das St. Johannes-Stift und das Krankenhaus St. Anna (Duisburg) sowie das St. Josefshospital in Krefeld. Zuvor firmierten diese Einrichtungen unter dem Vebundlabel „Malteser Kliniken Rhein-Ruhr“.
  • Mit einem Umsatz von rund 160 Mio. € im Jahr 2019 verfügen die Häuser über 870 Betten und versorgen mit rund 2.000 Mitarbeitern jährlich rund 35.000 Patienten ambulant und stationär.
  • Leistungsschwerpunkte Duisburg: Allgemeine Chirurgie, Innere Medizin, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie sowie Geriatrie und Hämato-Onkologie.
  • Leistungsschwerpunkte Krefeld: Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Allgemeine Chirurgie und Innere Medizin.
  • Helios ist in NRW bereits mit über 18 Kliniken und diversen zugehörigen MVZ stark auf dem Klinikmarkt vertreten.
  • Sofern das Kartellamt für die Akquisition grünes Licht gibt, soll diese noch im 4. Quartal 2020 abgeschlossen sein. 
  • Über finanzielle Aspekte des Erwerbs der Ordens-Häuser wurde Stillschweigen vereinbart.

Starker Anstieg von Abrechnungsbetrugsdelikten: Ergebnisse 2019 der KKH-Prüfgruppe

Starker Anstieg von Abrechnungsbetrugsdelikten: Ergebnisse 2019 der KKH-Prüfgruppe

Die Prüfgruppe der Kaufmännischen Krankenkasse hat im Jahr 2019 Abrechnungsmanipulationen von mehr als 1 Mio. € aufgedeckt, so eine aktuelle Mitteilung.

20.08.2020

Die Prüfgruppe der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) hat im Jahr 2019 Abrechnungsmanipulationen von mehr als 1 Mio. € aufgedeckt, so eine aktuelle Mitteilung.

  • Insgesamt konnte 2019 ein Anstieg von Betrugsdelikten um 55 % im Vergleich zum Vorjahr festgestellt werden. In Summe handelt es sich um 476 Fälle (2018: 308 Fälle) von Falschabrechnungen.
  • 2019 konnte die KKH 2019 rund 700.000 € „zurückholen“, was allerdings auch Forderungen der vergangenen Jahre zuzuschreiben ist.
  • Die meisten Fälle wurden mit 210 Ereignissen bei der Ambulanten Pflege, gefolgt von Krankengymnasten/Physiotherapeuten (82 Fälle) und Ärzten (42 Fälle) aufgedeckt.
  • Die höchste Schadenssumme gab es 2019 im Leistungsbereich der Arzneimittel mit 477.433 €, gefolgt von ärztlichen Leistungen (161.297 €) und Heilmitteln (137.642 €).
  • Der größte Einzelschaden hinsichtlich des Abrechnungsbetrugs ist der KKH im letzten Jahr dabei im Falle einer Brandenburger Klinik mit insgesamt 391.000 € entstanden: Die Klinik hatte sich mit einer Apotheke zusammen getan, um die Medikamente, die Patienten bei einem teilstationären Aufenthalt erhielten, nicht bezahlen zu müssen. Dazu hatte die Apotheke mit Arztstempeln versehene Blanko-Rezepte bekommen, die sie selbst ausfüllen konnte. Die Rezepte seien später von Klinik-Ärzten unterschrieben und von der Apotheke mit den Krankenkassen abgerechnet worden, obwohl die Kosten für die Medikamente bereits in den Tagessätzen der Kliniken enthalten sind.
  • Ein weiterer großer Fall mit einem Schaden in bisher unbezifferter Höhe betrifft die Abrechnung von Pflegeleistungen: In Augsburg und München seien bei polizeilichen Durchsuchungsmaßnahmen Hinweise auf vorgetäuschte Pflegebedürftigkeit sowie den Einsatz von Pseudo-Pflegern ans Tageslicht getreten.
  • Im drittgrößten Fall ist aufgrund von Recherchen des NDR und WDR ein Radiologe in Erscheiung getreten, der zahlreiche radiologische Praxen und MVZ betreibt. Seine Ehefrau und sein Sohn sind Geschäftsführer und Hauptgesellschafter einer GmbH, die Röntgenkontrastmittel vertreibt. Die für die radiologischen Untersuchungen benötigten Kontrastmittel wurden ausschließlich über das „Familien-Unternehmen“ abgerechnet. Die KKH erstattete Strafanzeige, da sie hierin eine strafbare unzulässige Zusammenarbeit sieht.