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Deutsche Unternehmen im Umdenkprozess: Ein Drittel plant Investitionen in den USA oder Asien

Deutsche Unternehmen im Umdenkprozess: Ein Drittel plant Investitionen in den USA oder Asien

Die Deindustrialisierung Deutschlands nimmt zu - Unternehmen erwägen verstärkt Investitionen in den USA oder Asien. Eine Studie von Deloitte und dem Industrieverband BDI zeigt, dass rund ein Drittel der Unternehmen in Betracht zieht, zukünftige Investitionen im Ausland zu tätigen. Energiesicherheit und -kosten sind für 59 % der befragten Unternehmen die wichtigsten Gründe für Investitionen im Ausland. Die hohe Energiekostenbelastung in Deutschland führt zu einem "erheblichen Schmerz" bei Industrieunternehmen, insbesondere im Mittelstand.

16.11.2023

Die Deindustrialisierung Deutschlands nimmt zu - Unternehmen erwägen verstärkt Investitionen in den USA oder Asien. Eine Studie von Deloitte und dem Industrieverband BDI zeigt, dass rund ein Drittel der Unternehmen in Betracht zieht, zukünftige Investitionen im Ausland zu tätigen. Energiesicherheit und -kosten sind für 59 % der befragten Unternehmen die wichtigsten Gründe für Investitionen im Ausland. Die hohe Energiekostenbelastung in Deutschland führt zu einem "erheblichen Schmerz" bei Industrieunternehmen, insbesondere im Mittelstand.

 

Schlüsselergebnisse der Studie:

 

Investitionsüberlegungen im Ausland:

  • Rund ein Drittel der deutschen Unternehmen denkt darüber nach, zukünftige Investitionen in den USA oder Asien zu tätigen.
  • 59 % sehen Energiesicherheit und -kosten als entscheidende Faktoren für ausländische Investitionen.

 

Deindustrialisierung und Vertrauensverlust:

  • Das Vertrauen in den Standort Deutschland ist erschüttert, wie 59 % der befragten Unternehmen angeben.
  • Die Deindustrialisierung ist im Mittelstand besonders spürbar.

 

Industriestrompreispaket der Bundesregierung:

  • Die Bundesregierung hat ein Industriestrompreispaket beschlossen, das in den nächsten fünf Jahren Entlastungen von 28 Milliarden € bringen soll.
  • Experten glauben jedoch, dass dies den Trend nicht aufhalten wird, da Unternehmen langfristige Planungssicherheit benötigen.
  • Beispiel Alzchem: Das Spezialchemieunternehmen Alzchem plant, in die USA zu investieren, aufgrund der dortigen Willkommenskultur und günstigerer Bedingungen. Alzchem ist nur eines von vielen Unternehmen, das aufgrund hoher Energiekosten und mangelndem Verständnis seitens der Regierung Investitionen im Ausland in Betracht zieht.

 

Bürokratie und Regulierung:

  • Etwa die Hälfte der befragten Unternehmen wünscht sich weniger Bürokratie und Regulierung bei ausländischen Produktionsansiedlungen.
  • Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wird von über 50 % der Unternehmen als übermäßige Belastung im operativen Geschäft betrachtet.

 

Weitere Herausforderungen:

  • Neben Energiekosten sind auch Lohnkosten und Marktzugang entscheidende Faktoren für die Entscheidung der Unternehmen, im Ausland zu investieren.
  • Unternehmen kritisieren die Regulierung in Europa, insbesondere im Bereich der Chemie.

 

Ausblick und Herausforderungen für Deutschland:

  • Deutschland hat weiterhin Stärken wie hochqualifizierte Fachkräfte und Know-how, aber es besteht Nachholbedarf in Bereichen wie Digitalisierung und Infrastruktur.
  • Die Stärken des Standorts Deutschland liegen in der Vergangenheit, aber die aktuelle Entwicklung bereitet Sorgen.
  • Die Deindustrialisierung und die mangelnde Planungssicherheit könnten langfristige Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands haben.

 

Weitere Informationen finden Sie hier.

Interpol: Erfolgreiche Großaktion gegen illegale Online-Arzneimittelhändler

Interpol: Erfolgreiche Großaktion gegen illegale Online-Arzneimittelhändler

Interpol hat bei der weltweiten Operation Pangea illegale Online-Arzneimittelhändler dingfest gemacht, zahlreiche Webseiten geschlossen, 72 Personen verhaftet und Medikamente im Wert von über 7 Millionen US-Dollar beschlagnahmt. Besonders der illegale Online-Vertrieb von Potenzmitteln und anderen pharmazeutischen Produkten stand im Fokus, während Behörden vor gefährlichen Social-Media-Kanälen warnen und Kunden dringend dazu anhalten, ihre Medikamente über sichere Quellen wie lokale Apotheken zu beziehen.

09.11.2023

Interpol hat bei der weltweiten Operation Pangea illegale Online-Arzneimittelhändler dingfest gemacht, zahlreiche Webseiten geschlossen, 72 Personen verhaftet und Medikamente im Wert von über 7 Millionen US-Dollar beschlagnahmt. Besonders der illegale Online-Vertrieb von Potenzmitteln und anderen pharmazeutischen Produkten stand im Fokus, während Behörden vor gefährlichen Social-Media-Kanälen warnen und Kunden dringend dazu anhalten, ihre Medikamente über sichere Quellen wie lokale Apotheken zu beziehen.

  • Interpol hat bei der diesjährigen Großaktion gegen illegalen Arzneimittelhandel zahlreiche illegale Online-Anbieter aufgespürt.
  • Zum 16. Mal führte Interpol die einwöchige Aktion durch, bei der viele Produkte beschlagnahmt und Personen verhaftet wurden.
  • In den deutschen Nachbarländern Dänemark und Schweiz lag der Fokus auf dem illegalen Online-Vertrieb von Arzneimitteln.
  • Arzneimittelfälschungen und illegal vertriebene Arzneimittel können der Gesundheit schaden, da sie nicht zwangsläufig die deklarierten Wirkstoffe in den angegebenen Stärken enthalten.
  • In der diesjährigen Operation Pangea wurden weltweit 72 Personen verhaftet, 1.300 Webseiten geschlossen und pharmazeutische Produkte im Wert von über 7 Millionen US-Dollar beschlagnahmt.
  • Häufig betroffene Produkte waren Mittel gegen erektile Dysfunktion (22 %), Psychopharmaka (19 %), Sexualhormone und Mittel gegen gastrointestinale Beschwerden (je 12 %).
  • Medizinprodukte wie COVID-19 Testkits wurden ebenfalls beschlagnahmt.
  • 89 Länder, darunter die Schweiz und Dänemark, beteiligten sich an der Aktion, jedoch nicht Deutschland.
  • In Dänemark wurden 26 dänischsprachige Webseiten mit illegalen Arzneimittelangeboten identifiziert.
  • In der Schweiz hackten illegale Arzneimittelanbieter Webseiten unbeteiligter Institutionen und boten dort ihre Produkte an.
  • Behörden warnen vor Social-Media-Kanälen, die Arzneimittel anbieten, da die Kontrolle und Nachvollziehbarkeit der Kriminellen schwierig ist.
  • Kunden werden dringend angehalten, ihre Medikamente über sichere Quellen wie lokale Apotheken zu beziehen.

Höhere Durchschnittslöhne für Pflegekräfte in Deutschland ab November 2023

Höhere Durchschnittslöhne für Pflegekräfte in Deutschland ab November 2023

Steigerung der Gehälter für Pflegefachkräfte, Pflegeassistenzkräfte und Pflegehilfskräfte: Ab November 2023 steigen die Durchschnittslöhne für Pflegekräfte in Deutschland, wobei Pflegefachkräfte einen Stundenlohn von 23,75 € erhalten, ein Anstieg von knapp 1,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Auch Pflegeassistenzkräfte und Pflegehilfskräfte profitieren von höheren Löhnen, die auf regional üblichen Entlohnungsniveaus basieren. Nicht tarifgebundene Pflegeeinrichtungen haben zwei Monate Zeit, ihre Vergütungen anzupassen.

08.11.2023

In Deutschland wurden ab dem 1. November 2023 höhere Durchschnittslöhne für Pflegekräfte eingeführt, basierend auf den regional üblichen Entlohnungsniveaus, die von der Geschäftsstelle Tarifliche Entlohnung in der Langzeitpflege beim GKV-Spitzenverband ermittelt wurden. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die durchschnittlichen Stundenlöhne um etwa 2 % auf 20,77 €. Je nach Region erhöhten sich die Durchschnittslöhne in der Pflege zwischen 0,5 % und 6,8 %.  Pflegeeinrichtungen müssen nun mindestens dieses Lohnniveau einhalten, um eine Zulassung zu erhalten, so Gernot Kiefer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbands.

 

Die neuen deutschlandweiten Durchschnittslöhne sind wie folgt:

  • Pflegehilfskräfte ohne Ausbildung erhalten zukünftig durchschnittlich 17,53 € pro Stunde, was einem Anstieg von knapp 3 % gegenüber 2022 entspricht.
  • Pflegeassistenzkräfte mit mindestens einjähriger Ausbildung erhalten 19,53 € pro Stunde, ein Anstieg von über 2,5 %.
  • Pflegefachkräfte können mit einem Durchschnittslohn von 23,75 € pro Stunde rechnen, was einem Anstieg von knapp 1,6 % entspricht.
  • Nicht tarifgebundene Pflegeeinrichtungen, die ihre Mitarbeiter nach dem regional üblichen Entlohnungsniveau bezahlen, haben zwei Monate Zeit, ihre Vergütungen anzupassen. 
  • Die neuen Durchschnittslöhne sind ab sofort auch auf der Homepage des GKV-Spitzenverbands veröffentlicht.

Stabile Beschäftigtenzahlen trotz Pandemie: Über 34 Millionen in der Sozialversicherung

Stabile Beschäftigtenzahlen trotz Pandemie: Über 34 Millionen in der Sozialversicherung

Die Auswirkungen der Coronakrise auf den Arbeitsmarkt sind minimal: Neue Statistiken enthüllen konstantes Beschäftigungswachstum.

02.11.2023

Trotz der Herausforderungen durch die Pandemie zeigt die aktuelle Statistik eine Kontinuität im deutschen Arbeitsmarkt: Über 34 Millionen Menschen sind in sozialversicherungspflichtigen Jobs beschäftigt, und die Zahlen steigen weiter.

  • Ende Juni 2022 waren in Deutschland etwa 34,5 Millionen Menschen in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen tätig.
  • Im Vergleich dazu gab es Ende Juni 2020 rund 33,3 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
  • Vor einem Jahrzehnt, Ende Juni 2010, waren es lediglich knapp 30 Millionen abhängig Beschäftigte.
  • Bis Ende März 2023 stieg die Zahl weiter auf etwa 34,7 Millionen Menschen, die in die Sozialversicherung einzahlen.

 

Pandemie hat geringen Einfluss auf Beschäftigungsstatistik:

  • Die Coronapandemie hatte kaum Auswirkungen auf die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse.
  • Trotz der Krise blieb die Beschäftigtenzahl konstant und wuchs sogar leicht an.
  • Die Bundesregierung gab diese Daten aktuell als Antwort auf eine Anfrage der AfD-Fraktion bekannt.

 

Leistungen der Grundsicherung:

  • Im Jahr 2022 erhielten durchschnittlich 5,2 Millionen Menschen Grundsicherungsleistungen für Arbeitsuchende.
  • Von diesen Empfängern hatten 57 % die deutsche Staatsangehörigkeit, während 43 % keine deutsche Staatsangehörigkeit besaßen.

Neues virtuelles Erlebnis: ABDA präsentiert Virtuelle Apotheke zur Förderung des Apothekenberufs

Neues virtuelles Erlebnis: ABDA präsentiert Virtuelle Apotheke zur Förderung des Apothekenberufs

Innovatives 3D-Programm ermöglicht Schülern Einblicke in die Welt der Apotheken und potenzielle Karrierepfade

26.10.2023

Mit der Einführung der "Virtuellen Apotheke" schafft die ABDA eine faszinierende Möglichkeit für junge Menschen, den Arbeitsalltag in Apotheken hautnah zu erleben. Dieses bahnbrechende 3D-Programm, das online verfügbar ist, ermöglicht es Schülern und Interessierten, die verschiedenen Bereiche einer Apotheke zu erkunden, von der Offizin über das Labor bis hin zur Warenwirtschaft. Durch interaktive Modelle und kurze Videopräsentationen werden sie auf unterhaltsame Weise mit den Berufsfeldern wie PTA oder PKA vertraut gemacht. Dieses Angebot ist nicht nur informativ, sondern auch interaktiv und soll junge Menschen dazu inspirieren, eine Karriere in der Apothekenbranche in Erwägung zu ziehen.

 

Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Die ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) startet ein neues Angebot namens "Virtuelle Apotheke", um jungen Menschen die Welt der Apotheken näher zu bringen und sie für eine Karriere in diesem Bereich zu begeistern. Dieses innovative Programm wird ab sofort im Internet zugänglich sein.
  • Ziel: Die virtuelle Apotheke ermöglicht Schülern und anderen Interessierten einen realitätsnahen Einblick in den Arbeitsalltag einer Apotheke. Durch interaktive 3D-Modelle können sie verschiedene Räume einer Apotheke erkunden, darunter die Offizin, das Labor, die Rezeptur sowie der Nacht- und Ruheraum. Auch die Warenwirtschaft wird vorgestellt.
  • Videopräsentationen im Tiktok-Stil: Zu jedem Raum gibt es kurze Videos im Stil von Tiktok, die die Nutzer über die spezifischen Aufgaben und typischen Geräte informieren. Dies soll das Interesse wecken und potenzielle Berufsfelder wie Pharmazeutisch-Technischer Assistent (PTA) oder Pharmazeutisch-Kaufmännischer Angestellter (PKA) näherbringen.
  • Geplante Erweiterungen: In den kommenden Monaten plant die ABDA, das Angebot zu erweitern. Zukünftig sollen Nutzer die virtuelle Apotheke in einem geführten Durchgang erkunden können. Zusätzlich wird die Möglichkeit geschaffen, mithilfe einer 3D-Brille vollständig in die virtuelle Realität einzutauchen. Dabei sollen Aufgaben eingebaut werden, die die Besucher lösen können.
  • Einsatz auf Berufsmessen: Die Apothekenkammern und -verbände auf Landesebene haben vor, diese virtuelle Apotheke auch auf Berufsmessen einzusetzen, um Schülern und Berufseinsteigern einen interaktiven Einblick in die Apothekenwelt zu bieten.
  • Verfügbarkeit: Die "Virtuelle Apotheke" wird auf der Website www.apotheken-karriere.de zugänglich sein. Hier sollen zukünftig auch weitere apothekenspezifische Themen anschaulich präsentiert werden, um Interessierte umfassend zu informieren.

Wegweisende Reform in der Pflegeausbildung: Hochschulische Pflegeausbildung

Wegweisende Reform in der Pflegeausbildung: Hochschulische Pflegeausbildung

Der Bundestag hat ein wegweisendes Gesetz zur Stärkung der hochschulischen Pflegeausbildung verabschiedet.

24.10.2023

Der Bundestag hat ein wegweisendes Gesetz zur Stärkung der hochschulischen Pflegeausbildung verabschiedet. Diese Reform bringt umfassende Veränderungen in der Pflegeausbildung mit sich, darunter finanzielle Unterstützung für Studierende, erleichterte Anerkennung ausländischer Abschlüsse und erweiterte Kompetenzen für die selbstständige Ausübung der Heilkunde. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Attraktivität des Pflegeberufs steigern, sondern auch die Qualität der Pflegeversorgung in Deutschland nachhaltig verbessern.

 

Hochschulische Pflegeausbildung: Hier die wichtigsten Punkte des vom Bundestag verabschiedeten wegweisenden Gesetzes

  • Der Bundestag hat das Gesetz zur Stärkung der hochschulischen Pflegeausbildung (PflStudStG) genehmigt.
  • Studierende in der Pflege erhalten während ihres gesamten Studiums eine Vergütung.
  • Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegefachkräfte werden vereinheitlicht und vereinfacht.
  • Ziel: Attraktive Bedingungen schaffen, um mehr junge Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen.
  • Die bisherigen Berufsbezeichnungen „Pflegefachfrau" und „Pflegefachmann" werden durch die geschlechtsneutrale Bezeichnung „Pflegefachperson" ersetzt.
  • Die akademisierten Pflegekräfte erhalten erweiterte Kompetenzen für die selbstständige Ausübung der Heilkunde.
  • Pflegestudenten dürfen in bestimmten Bereichen ohne ärztliche Anweisung tätig werden.
  • Kinderkrankentage pro Kind und Elternteil werden für 2024 und 2025 von zehn auf 15 erhöht.
  • Apotheker können Medikamente auf der Engpassliste austauschen, ohne eine Wirtschaftlichkeitsprüfung fürchten zu müssen.