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GKV: Ausgabenentwicklung im 1. Quartal 2020

GKV: Ausgabenentwicklung im 1. Quartal 2020

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im 1. Quartal 2020 rund 1,3 Mrd. € mehr ausgegeben als eingenommen.

09.07.2020

Die gesetzlichen Krankenkassen haben im 1. Quartal 2020 rund 1,3 Mrd. € mehr ausgegeben als eingenommen.

  • Die Finanzreserven der Krankenkassen lagen bei dieser Finanzentwicklung zum Stand Ende 03/2020 bei rund 18,3 Mrd. € – das sind 0,83 Monatsausgaben.
  • Zum Hintergrund: Die gesetzlich vorgesehene Mindestreserve für die Krankenkassen beträgt 0,2 Monatsausgaben. Den Einnahmen der gesetzlichen Krankenkassen von rund 65,1 Mrd. € standen Ausgaben von rund 66,4 Mrd. € im 1. Quartal 2020 gegenüber. Der durchschnittlich von den Krankenkassen erhobene Zusatzbeitragssatz lag wie im Vorjahr stabil bei 1,0 % und damit um 0,1 Prozentpunkte unterhalb des vom BMG zum 01.11.2019 bekannt gegebenen ausgabendeckenden Zusatzbeitragssatz von 1,1 % für 2020.
  • Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn seien die aktuellen Zahlen jedoch wenig aussagekräftig. Vielmehr werde es erst im Herbst 2020 belastabare Prognosen geben. Da man sich nach vielen Jahren finanzieller Stabilität darauf einstellen müsse, dass die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben größer werde, soll es bereits 2020 einen zusätzlichen Bundeszuschuss von 3,5 Mrd. € an die GKV geben.

Landarztquot

Landarztquote: 5 x so viele Bewerber wie Plätze im Saarland

Für die 22 Quoten-Medizinstudienplätze gemäß Landarztquotengesetz sind über 100 Bewerbungen eingegangen.

17.06.2020

Für die 22 Quoten-Medizinstudienplätze gemäß Landarztquotengesetz sind über 100 Bewerbungen eingegangen.

  • Laut dem saarländischen Gesundheitsministerium sind nach Ablauf der Bewerbungsfrist im Saarland insgesamt 112 Bewerbungen eingegangen – zur Verfügung stehen für das kommende Wintersemester jedoch nur 22 Studienplätze.
  • Zum Hintergrund: Die Bewerber müssen sich verpflichten, nach ihrem Medizinstudium für mindestens 10 Jahre im Saarland als Hausarzt in einer unterversorgten Region tätig zu sein. Wird der Abmachung nicht entsprochen, droht eine Vertragsstrafe von bis zu 250.000 €. Der drohende Hausarztmangel ist im Saarland bereits jetzt schon sichtbar: Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es derzeit über 70 offene Hausarztsitze – Prognose weiter negativ, da von den derzeit 665 niedergelassenen Hausärzten rund 38 % das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben.
  • Zum weiteren Ablauf: In der nächsten Phase werden die besten Bewerber nach Abiturnote, Medizinertest und Berufserfahrung ausgewählt und zu einem Gespräch geladen.

 

 

Corona-Tests

Corona-Tests: Labore erhalten ab Juli nur noch 39,40 € pro Test

Kürzlich hat der erweiterte Bewertungsausschuss aus Vertretern der Krankenkassen, der Vertragsärzte und 3 unparteiischen Mitgliedern entschieden, dass Labore für Corona-Tests, die von niedergelassenen Ärzten veranlasst werden, ab 07/2020 nur noch 39,40 € pro Test erhalten.

18.06.2020

Kürzlich hat der erweiterte Bewertungsausschuss aus Vertretern der Krankenkassen, der Vertragsärzte und 3 unparteiischen Mitgliedern entschieden, dass Labore für Corona-Tests, die von niedergelassenen Ärzten veranlasst werden, ab 07/2020 nur noch 39,40 € pro Test statt vormals 59,- € erhalten.

  • Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. Andreas Gassen, kritisierte die Entscheidung scharf: „Der Wind auf der Kassenseite hat sich gedreht. Bis vor kurzem haben sie mit uns gemeinsam konstruktive Lösungen im Sinne einer guten Versorgung der Patienten erarbeitet. Nun treten sie wieder in ihrer alten Rolle als Pfennigfuchser auf.“
  • Laut GKV-Spitzenverband würden die Sozialkassen durch den neuen Preis deutlich entlastet, bei wöchentlich 1 Mio. Tests konkret um fast 20 Mio. € pro Woche.
  • Der neue Preis für die niedergelassenen Ärzte gilt ab dem 01.07.2020.

 

Medizinstudienplätze

Baden-Württemberg: Erhöhung der Zahl der Medizinstudienplätze!

In Baden-Württemberg ist kurzfristig eine Aufstockung der Zahl der Medizinstudienplätze um landesweit 150 geplant. Konkret sollen diese gleichmäßig auf die Standorte Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Tübingen und Ulm verteilt werden.

16.06.2020

In Baden-Württemberg ist kurzfristig eine Aufstockung der Zahl der Medizinstudienplätze um landesweit 150 geplant. Konkret sollen diese gleichmäßig auf die Standorte Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Tübingen und Ulm verteilt werden.

  • Bereits im Sommersemester 2020 kommen in einem ersten Schritt 75 Studienplätze hinzu, im zweiten Schritt 2021 nochmals die gleiche Anzahl.
  • Insgesamt werden dann in Baden-Württemberg 1.699 Studienanfängerplätze zur Verfügung stehen.
  • Ab 2021 soll die Hälfte der zusätzlichen Studienplätze im Rahmen einer Landarztquote vergeben werden. Die Bewerber für die dafür vorgesehenen 75 Plätze müssen sich verpflichten, nach Studienabschluss 10 Jahre als Allgemeinmediziner in einer unterversorgten Region tätig zu sein.
  • Zum Hintergrund: Der Ausbau der Studienplätze orientiert sich an den Vorgaben des Masterplans Medizinstudium 2020, wozu u. a. auch die Stärkung der Allgemeinmedizin gehört, um nicht zuletzt vermehrt Absolventen auf eine hausärztliche Tätigkeit auf dem Land vorzubereiten.