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Neue Studie: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit von Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit:

Neue Studie: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit von Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit:

Aktuell ist ein Beitrag von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene am Klinikum Passau, mit dem Titel "Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit" in "Krankenhaushygiene up2date 2020" erschienen. Dieser bewertet die Empfehlung des RKI hinsichtlich einer Maskenpflicht für Geschäfte und ÖPNV.

17.09.2020

Aktuell ist ein Beitrag von Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Leitung Klinikhygiene am Klinikum Passau, mit dem Titel "Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit"  in "Krankenhaushygiene up2date 2020" erschienen. Dieser bewertet die Empfehlung des RKI hinsichtlich einer Maskenpflicht für Geschäfte und ÖPNV.

 

Hier die wichtigsten Punkte der aktuellen Bewertung im Überblick:

  • Laut Prof. Kappstein könnten aus einer Maskenpflicht für viele Millionen Bürger in Deutschland täglich zig-millionenfache Kontaminationen resultieren, die zu einem wesentlichen Teil vermeidbar wären, weil die ohnehin schon häufigen Hand-Gesichts-Kontakte der Menschen durch die Maskenpflicht noch häufiger würden, Händewaschen unterwegs aber nur ausnahmsweise möglich sei.
  • Kappstein weist darauf hin, dass der unsachgemäße Umgang mit der Maske und die erhöhte Tendenz, sich selbst ins Gesicht zu fassen, während man die Maske trägt, tatsächlich das Risiko einer Erregerverbreitung und damit Erregerübertragung noch erhöht. Dies widerspreche dem eigentlichen Sinn eines Mund-Nasen-Schutzes.
  • Die meisten Kontakte im öffentlichen Raum seien zum einen keine Face-to-Face-Kontakte. Zum anderen dauerten sie, selbst wenn sie dennoch stattfänden, meist weniger als 15 Minuten, sodass eine effektive Übertragung infektiöser Tröpfchen in diesen Situationen sehr unwahrscheinlich erscheint.
  • Außerdem vermittele eine Maskenpflicht ein falsches Sicherheitsgefühl, und ein falsches Sicherheitsgefühl sei immer ein Sicherheitsrisiko.
  • Abstand halten bei Gesprächen schütze vor direkten Erregerkontakten und mache das Tragen von Masken überflüssig.

  • Weitere Details zur Studie finden Sie hier.

SpiFa fordert „Diskussion über leistungsgerechte Vergütung

SpiFa fordert „Diskussion über leistungsgerechte Vergütung“

60 % des ambulanten Leistungsbedarfs wird von Fachärzten abgearbeitet. Die fachärztliche Honorarentwicklung bildet dies nicht ab.

16.09.2020

60 % des ambulanten Leistungsbedarfs wird von Fachärzten abgearbeitet. Die fachärztliche Honorarentwicklung bildet dies nicht ab.

  • Ausweislich der KBV-Honorarberichte habe sich im Zeitraum 2013 bis 2018 die Versorgungslast von den Hausärzten zu den Fachärzten verschoben. Die Punktezahlanforderung Fachärzte lag 2013 bei 44,8 % der ambulanten kassenärztlichen Versorgung. 2018 seien es bereits 60,46 % gewesen.
  • Der Facharztanteil an der GKV-Gesamtvergütung hat um rund einen Prozentpunkt auf 61,67 % zugelegt, in absoluten Zahlen von 19,04 Milliarden Euro (2013) auf 22,94 Milliarden Euro (2018), was einem Plus von 20,5 % entspricht.

  • Der Hausarzt-Anteil nahm entsprechend um über 15 Prozentpunkte auf 39,54 % ab.
  • Im Berichtszeitraum hätten Hausärzte trotz rückläufiger Leistungsanforderung - von rund 153 Milliarden EBM-Punkten in 2013 auf rund 121,6 Milliarden Punkte in 2018 - absolut gesehen einen Honorarzuwachs um 14,5 % auf 14,11 Milliarden Euro.

  • Arztgruppenübergreifend ist die kassenärztliche Gesamtvergütung den Zahlen zufolge im Fünfjahreszeitraum bis 2018 um 18,2 % auf zuletzt 37,26 Milliarden Euro gestiegen.

Die Budgetierung beträfe Fachärzte in weit höherem Maß als die Hausärzte, heißt es in der SpiFa Mitteilung weiter. Der SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann macht klar, dass das Geld wieder der Leistung folgen muss und fordert bei weiter steigenden Anforderungen an die Fachärzte eindringlich die Aufhebung der Budgetierung.

Großteil der Kliniken wieder im Regelbetrieb – und klamm

Großteil der Kliniken wieder im Regelbetrieb – und klamm.

Mehr als 80 % der Kliniken haben teilweise oder ganz wieder den Routinebetrieb aufgenommen. Das geht aus einer Umfrage des Verbands Leitender Krankenhausärzte (VLK) hervor.

15.09.2020

Mehr als 80 % der Kliniken haben teilweise oder ganz wieder den Routinebetrieb aufgenommen. Das geht aus einer Umfrage des Verbands Leitender Krankenhausärzte (VLK) hervor. Zur Beurteilung der Lage wurden 2406 Mitglieder des VLK befragt, die Rücklaufquote lag bei 27 %.

  • 77,6 % der beteiligten Ärzte haben Patienten mit einer Corona-Infektion behandelt, davon 86,1 % auf der Intensivstation.
  • 54,7 % der Häuser waren in die ambulante Versorgung oder Diagnostik von Corona-Patienten involviert - etwa über Fieberambulanzen, gemeinsam mit den Gesundheitsämtern, den Niederlassungen und vielen anderen.
  • Die Vorgaben des Robert Koch-Instituts zu Hygienemaßnahmen bewerten 88,4 % der Teilnehmer als ausreichend.
  • Die Lage bei den Schutzmaterialien hat sich entspannt, 15,8 % gaben an, noch relevante Mängel bei der Versorgung mit Schutzausrüstung zu haben.
  • 60,5 % der Mediziner gaben an, einen erhöhten Druck auf ihre medizinischen Entscheidungen zu erleben.
  • 56,6 % der antwortenden VLK-Mitglieder bewerten die finanzielle Situation ihrer Klinik als kritisch, 37,3 % halten sie für ausgeglichen, 6,1 % schätzen sie als positiv ein. Die Freihaltepauschalen halten 59,2 % für nicht ausreichend.
  • Der VLK fordert eine Fortsetzung des Schutzschirms für die Krankenhäuser über den 30.09.2020 hinaus, laut dem VLK Präsident Dr. Michael Weber wäre eine Möglichkeit der Unterstützung ein vorgezogener Mindererlösausgleich zu den Einnahmen aus dem Jahr 2019.

Änderung Assistentenrichtlinie KZV Bayern: Beschäftigung zahnärztlicher Vorbereitungsassistenten im MVZ

Änderung Assistentenrichtlinie KZV Bayern: Beschäftigung zahnärztlicher Vorbereitungsassistenten im MVZ

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung hat ihre Assistentenrichtlinie mit Wirkung zum 02.08.2020 geändert. Bisher konnte die Vorbereitungszeit nach dieser Assistentenrichtlinie nur bei einem zugelassenen Vertragszahnarzt, bei einem im MVZ zugelassenen Vertragszahnarzt abgeleistet werden.

14.09.2020

Die Kassenzahnärztliche Vereinigung hat ihre Assistentenrichtlinie mit Wirkung zum 02.08.2020 geändert. Bisher konnte die Vorbereitungszeit nach dieser Assistentenrichtlinie nur bei einem zugelassenen Vertragszahnarzt, bei einem im MVZ zugelassenen Vertragszahnarzt abgeleistet werden.

  • Vorangegangen war ein Urteil des Bundessozialgerichts vom 12.2.2020, Az. B 6 KA 1/19 R. Das Bundessozialgericht hatte festgestellt, dass die Anzahl von beschäftigten Vorbereitungsassistenten davon abhänge, wie viele Versorgungsaufträge ein MVZ erfülle. Ein MVZ dürfe für jeden vollen Versorgungsauftrag, den es zugeteilt bekommen hat, einen Assistenten in Vollzeit beschäftigen. Es komme auch nicht darauf an, ob der zahnärztliche Leiter des MVZ angestellter Zahnarzt oder Vertragszahnarzt sei oder ob das MVZ seine Versorgungsaufträge im Übrigen durch Vertragszahnärzte oder durch angestellte Zahnärzte erfülle.
  • Bereits in einem anderen Fall hatte das Sozialgericht München entschieden, dass die Assistentenrichtlinie der KZV Bayern mit höherrangigem Recht nicht vereinbar sei. Auch angestellte Zahnärzte seien mit der Erbringung vertragszahnärztlicher Leistungen vertraut.
  • Unter Punkt 2.3 der Assistentenrichtlinie wird nunmehr geregelt:„Die in § 3 Abs. 3 Satz 1 1. HS ZÄ-ZV geforderte Vorbereitungszeit kann bei einem zugelassenen Vertragszahnarzt, bei einem MVZ oder einem zur Teilnahme an der vertragszahnärztlichen Versorgung ermächtigten Zahnarzt abgeleistet werden. Jeder Vorbereitungsassistent wird einem einen Versorgungsauftrag ausfüllenden Zahnarzt (Ausbilder) zugeordnet."
  • Auch andere Assistentenrichtlinien sehen vor, dass in einem MVZ, in dem kein Vertragszahnarzt tätig ist, auch kein Vorbereitungsassistent genehmigt wird. Es ist zu erwarten, dass auch diese Richtlinien geändert werden.

Zusatzbeiträge 2021: Kassen warnen vor Anstieg

Zusatzbeiträge 2021: Kassen warnen vor Anstieg

Aufgrund der Corona-Krise könnten die Zusatzbeiträge nächstes Jahr flächendeckend ansteigen - sofern kein zusätzlicher Bundeszuschuss in den Topf des Gesundheitsfonds gelangt.

11.09.2020

Aufgrund der Corona-Krise könnten die Zusatzbeiträge nächstes Jahr flächendeckend ansteigen - sofern kein zusätzlicher Bundeszuschuss in den Topf des Gesundheitsfonds gelangt. Bereits jetzt haben die gesetzlichen Krankenkassen für 2021 zusätzlichen Finanzbedarf angemeldet. Zwar konnten die Kassen im 1. Halbjahr 2020  einen Überschuss verbuchen - 2021 scheint sich die Lage jedoch anders darzustellen.

  • „Um einen flächendeckenden Anstieg der Zusatzbeiträge im kommenden Jahr zu vermeiden, braucht es für 2021 einen extra Bundeszuschuss für den Gesundheitsfonds", so die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer, nach einem kürzlichen Treffen der Kassen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU.
  • Die umfassenden Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie wie Rettungsschirme für Arztpraxen und Kliniken hätten „deutliche Spuren" sowohl beim Gesundheitsfonds wie auch bei den einzelnen Kassen hinterlassen, so Pfeiffers Ansicht.
  • Dank einer „vorausschauenden Haushaltsführung" in den vergangenen Jahren kämen die Kassen 2020 im Durchschnitt noch ohne eine Beitragserhöhung aus, betonte Pfeiffer. 2021 sei jedoch ein zusätzlicher Bundeszuschuss nötig.
  • Im 1. Halbjahr 2020 verzeichnete die GKV ein Plus von 1,3 Mrd. €. Ein Grund für das Plus sind auch gesunkene Ausgaben für Behandlungen, da viele Operationen in Kliniken abgesagt wurden oder Patienten aus Angst vor einer Ansteckung mit Corona den Praxen fernblieben.
  • Der Bund leistet dieses Jahr bereits zusätzlich Zahlungen i. H. v. 3,5 Mrd. € an den Fonds.
  • Wie sich Ausgaben und Einnahmen der Kassen künftig weiterentwickeln werden, ist derzeit jedoch noch nicht absehbar.
  • Vor dem Hintergrund, dass durch Corona die Kassen-Einnahmen sinken und die -Ausgaben steigen, betonte Gesundheitsminister Spahn: „Zusammengefasst führen die Zahlen zu einem Finanzbedarf von 16,6 Mrd. € für das nächste Jahr, wenn der Zusatzbeitrag stabil bleiben soll." Da der Zusatzbeitrag von Versicherten und Arbeitgebern zu gleichen Teilen bezahlt wird, komme laut Spahn „eine zweite Prämisse in Spiel". So gebe es in der Bundesregierung ein „gemeinsames Verständnis" darüber, dass in der aktuellen Krise die Lohnnebenkosten unter der Marke von 40 % bleiben sollten. Somit sei es „offenkundig, dass es einen Bundeszuschuss braucht". Konkrete Details hierzu gibt es derzeit noch nicht.

Studienplätze Humanmedizin: Aufstockung um 5.000 gegen Ärztemangel

Studienplätze Humanmedizin: Aufstockung um 5.000 gegen Ärztemangel

Um dem zunehmenden Ärztemangel entgegenzutreten, plant aktuell der Vorstand der Unionsfraktion die Medizinstudienplätze aufzustocken.

10.09.2020

Um dem zunehmenden Ärztemangel entgegenzutreten, plant aktuell der Vorstand der Unionsfraktion die Zahl der angebotenen Medizinstudienplätze aufzustocken.

  • „Wir wollen die Medizinstudienplätze mittelfristig um 5.000 aufstocken", so das entsprechende Positionspapier der Fraktionsspitzen von CDU und CSU. 
  • Vor dem Hintergrund einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, neuen Arbeitszeitmodellen und der alternden Gesellschaft zeige sich deutlich, dass mehr Ärzte ausgebildet werden müssten.
  • Dazu kommt, dass die starken Ärztejahrgänge von Anfang der 1960er Jahre in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen. Darauf sollte das Gesundheitswesen vorbereitet werden.
  • In ländlichen Regionen Deutschlands sei der Ärztemangel bereits heute schon wahrnehmbar.