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Gestiegene wirtschaftliche Zuversicht bei niedergelassenen Ärzten

Gestiegene wirtschaftliche Zuversicht bei niedergelassenen Ärzten

Laut Medizin-Klima-Index ist die wirtschaftliche Zuversicht unter den niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten mit 6 Punkten, auf dem höchsten Stand seit 4 Jahren.

06.10.2021

Laut Medizin-Klima-Index (MKI) im Auftrag der Hamburger Stiftung Gesundheit ist die wirtschaftliche Zuversicht unter niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und Psychotherapeuten mit 6 Punkten, auf dem höchsten Stand seit 4 Jahren.

  • Die wirtschaftlichen Befürchtungen aus der Pandemie scheinen überwunden zu sein.
  • In den vergangenen 10 Jahren war die Stimmung nur 2-mal optimistischer: Jeweils im Frühjahr 2015 und 2017.
  • In der Hochphase der Pandemie, im Frühjahr 2020, hatte der MKI ein Minus von unter 25. Danach stabilisierte er sich auf einen Wert von + /- 1.
  • 42 % schätzen ihre wirtschaftliche Situation als gut ein. 46 % schätzen ihre Situation als befriedigend ein. Lediglich 12 % stufen ihre wirtschaftliche Situation als schlecht ein. Im Frühjahr 2021 schätzten noch 15 % ihre wirtschaftliche Situation als schlecht ein.
  • 75 % erwarten, dass sich in den nächsten 6 Monaten die wirtschaftliche Situation verbessert oder auf einem zufriedenstellenden Niveau verbleibt.
  • 25 % sind mit dem Blick auf die kommenden Monate pessimistisch. Im Frühjahr 2021 rechneten noch 30 % der befragten mit einer negativen wirtschaftlichen Entwicklung.
  • Überwiegend leitet sich der Gesamtwert von + 6 aus der guten Stimmung der psychologischen Psychotherapeuten und der Zahnärzte ab. Hausärzte mit + 4 und Fachärzte + 1 zeigen sich zurückhaltender.
  • In den aktuellen Wert flossen 485 Antworten einer Online-Befragung aus September 2021 ein. An der Umfrage nahmen Ärzte, Zahnärzte und psychologische Psychotherapeuten teil.

Axa: Einstieg in den Markt für Online-Sprechstunden

Axa: Einstieg in den Markt für Online-Sprechstunden

Die private Krankenversicherung Axa steigt in den Markt für Online-Sprechstunden ein. Dazu hat die Axa 49,9 % an der Gesellschaft für telemedizinische Versorgung, einem Videosprechstunden-Anbieter, erworben.

01.10.2021

Die private Krankenversicherung Axa steigt in den Markt für Online-Sprechstunden ein. Dazu hat die Axa 49,9 % an der Gesellschaft für telemedizinische Versorgung (GTV), einem Videosprechstunden-Anbieter, erworben.

  • Das Joint Venture GTV plant bereits in Kürze ein bundesweites Online-Selbstzahlerangebot zu etablieren.
  • Zum Hintergrund: GTV wurde 2020 von MD Medicus gegründet, das auf medizinische Assistance- und Serviceleistungen spezialisierte Unternehmen bleibt Mehrheits-Eigner.  Die digitalen Dienstleistungen von GTV stehen anderen PKV-Unternehmen ebenso wie der GKV offen.
  • Die Axa hatte in der Vergangenheit mit dem Anbieter "Teleclinic" kooperiert, ist in diesem Jahr aber zu MD Medicus gewechselt.
  • MD Medicus arbeitet mit 80 angestellten Ärzten, die rund um die Uhr eine Online-Beratung gewährleisten.
  • Geplanter Fortgang: 10/2021 soll der Online-Arztservice allen Menschen in Deutschland angeboten werden: Jeder, der Interesse habe, könne demnach in Kürze bei GTV eine Videosprechstunde in Anspruch nehmen und erhalte dann eine GOÄ-Rechnung, so das Unternehmen.

Elektronisches Gesundheitsberufsregister: Start im Herbst

Elektronisches Gesundheitsberufsregister: Start im Herbst

Im Herbst wird das elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR) mit einem Pilotprojekt in den Bereichen Pflege, Physiotherapie und Hebammen an den Start gehen. Anfang 2022 soll das eGBR bereits in den Regelbetrieb übergehen.

30.09.2021

Im Herbst wird das elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR) mit einem Pilotprojekt in den Bereichen Pflege, Physiotherapie und Hebammen an den Start gehen. Anfang 2022 soll das eGBR bereits in den Regelbetrieb übergehen. 

  • Zum Hintergrund: Das eGBR soll bundesweit für die Ausgabe von SMC-B-Karten und elektronischen Heilberufsausweisen an nicht-approbierte Gesundheitsberufe zuständig sein. Grundlage ist ein Staatsvertrag, der in allen Bundesländern ratifiziert werden muss, was laut Plan noch im Laufe dieses Jahres geschehen soll.
  • Ziel ist es, dass auch die Gesundheitsfachberufe an die Telematikinfrastruktur (TI) angebunden werden, so dass diese künftig Anwendungen wie z. B. die elektronische Patientenakte nutzen können. Die Gesundheitsfachberufe sind mit weitem Abstand die größte Gruppe im Gesundheitswesen. Von den 5,7 Mio. Beschäftigten im Gesundheitswesen entfallen 4,6 Mio. auf die Gesundheitsfachberufe, darunter v. a. Heilmittelerbringer oder Gesundheitshandwerker.
  • Zum Ablauf: Die Leistungserbringer können die Ausweise beim eGBR über ein Serviceportal beantragen. Die Anträge werden an die Gesundheitsämter oder andere Stellen weitergeleitet, die prüfen, ob eine Berufserlaubnis vorliegt.

Elektronischer Heilberufsausweis: Ausstattungsquote liegt erst bei 30 %

Elektronischer Heilberufsausweis: Ausstattungsquote liegt erst bei 30 %

Laut einem aktuellen Reporting der Bundesärztekammer befindet sich die Quote für die Ausstattung mit den elektronischen Heilberufsausweisen weiter auf sehr niedrigem Niveau.

29.09.2021

Laut einem aktuellen Reporting der Bundesärztekammer (BÄK) befindet sich die Quote für die Ausstattung mit den elektronischen Heilberufsausweisen (eHBA) weiter auf sehr niedrigem Niveau.

  • Demnach hat momentan nur etwas mehr als die Hälfte - 51,92 % - der ambulant tätigen Ärzte einen eHBA.
  • Im stationären Sektor sind es 13,67 %.
  • Insgesamt liegt die Ausstattungsquote zum Stand 09/2021 bundesweit bei 30 %.
  • Zum Hintergrund: Der E-Heilberufeausweis wird bspw. für die elektronische Signatur der eAU benötigt. Ärzte, die am 01.10.2021 noch keinen eHBA haben, können übergangsweise auch die SMC-B-Karte zum Unterschreiben nutzen.
  • Derzeit sind 115.615 eHBA im Umlauf. 

Landarztquote in Sachsen: Harte Sanktionen bei Verstößen gegen Vorgaben

Landarztquote in Sachsen: Harte Sanktionen bei Verstößen gegen Vorgaben

Ein aktueller Gesetzentwurf der sächsischen Staatsregierung sieht eine Strafe von 250.000 € vor, wenn gegen bestimmte Vorgaben der Landarztquote verstoßen wird.

27.09.2021

Ein aktueller Gesetzentwurf der sächsischen Staatsregierung, der jetzt vom Wissenschafts- und Gesundheitsausschuss des sächsischen Landtags mehrheitlich angenommen wurde, sieht eine Strafe von 250.000 € vor, wenn gegen bestimmte Vorgaben der Landarztquote verstoßen wird.

  • Zum Hintergrund: Der Gesetzentwurf war 06/2021 in den Landtag eingebracht worden. Er sieht vor, dass bis zu 50 Medizinstudienplätze nach der Landarztquote vergeben werden können. Die sächsische Regierung rechnet in den Jahren 2021 - 2024 mit jährlichen Kosten von jeweils rund 110.000 € für die Umsetzung der Landarztquote.
  • In Sachsen müssen sich Bewerber für ein Medizinstudium aufgrund der Landarztquote verpflichten, nach dem Studium unverzüglich die Facharztausbildung für Allgemeinmedizin zu absolvieren. Nach der Facharztausbildung soll die vertragsärztliche Tätigkeit ebenfalls unverzüglich aufgenommen werden.
  • Mindestens 10 Jahre müssen die Bewerber als Hausarzt in unterversorgten oder von der Unterversorgung bedrohten Gebieten auf den Land ärztlich tätig sein.
  • Wird gegen diese Bestimmungen verstoßen, wird die Vertragsstrafe von 250.000 € fällig.
  • Der Vertragsstrafe liegt die Annahme zugrunde, dass die Kosten eines Medizinstudiums bei rund 200.000 € liegen, dazu kommt ein „angemessener Strafaufschlag". 

Abschluss der Honorarverhandlungen des Erweiterten Bewertungsausschusses für das Jahr 2022

Abschluss der Honorarverhandlungen des Erweiterten Bewertungsausschusses für das Jahr 2022

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat die Honorarverhandlungen für das Jahr 2022 abgeschlossen. Der Orientierungswert steigt um 1,275 % an. In der Interpretation der Honoraranhebungen sind sich der GKV-Spitzenverband und die Kassenärzte Bundesvereinigung uneinig.

17.09.2021

Der Erweiterte Bewertungsausschuss hat die Honorarverhandlungen für das Jahr 2022 abgeschlossen. Der Orientierungswert steigt um 1,275 % an. In der Interpretation der Honoraranhebungen sind sich der GKV-Spitzenverband und die Kassenärzte Bundesvereinigung (KBV) uneinig.

  • Der Orientierungswert wird im Jahr 2022 um 1,275% - von 11,1244 ct auf 11,2662 ct - ansteigen.
  • Der GKV-Spitzenverband interpretiert den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses bzgl. einer Honoraranhebung mit 1,2 Mrd. €.
  • Die KBV interpretiert den Beschluss bzgl. der Honoraranhebung mit 600 Mio. €.
  • Die Unterschiede der Interpretation entstehen vor allem durch unterschiedliche Interpretationen der Mengeneffekte der Morbidität, Demographie und Steigerungen der extrabudgetären Leistungen.
  • Darüber hinaus ist ebenfalls der Beschluss zur Umsetzung eines allgemeinen Honorarzuschlages in Praxen für gestiegene Hygienekosten über 98 Mio. € gefallen.
  • Der Beschluss soll am 01.01.2022 in Kraft treten.
  • Die genauen Beschlusstexte sind noch nicht veröffentlicht und werden zurzeit ausgearbeitet.