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Stimmung unter Zahnärzten weiter gesunken

Stimmung unter Zahnärzten weiter gesunken

Ergebnisse des Stimmungsbarometers der Stiftung Gesundheit zeigen besorgniserregende Entwicklungen und pessimistische Ausblicke für die kommenden Monate

20.10.2023

Die Ergebnisse des Stimmungsbarometers der Stiftung Gesundheit zeigen im Bereich der Zahnmediziner besorgniserregende Entwicklungen und pessimistische Ausblicke für die kommenden Monate.

  • Im dritten Quartal 2023 hat sich die wirtschaftliche Stimmung unter den Ärzten und Zahnärzten weiter verschlechtert, wie das aktuelle Stimmungsbarometer der Stiftung Gesundheit zeigt. 
  • Besonders stark betroffen sind die Zahnärzte, deren Stimmung um alarmierende -14,7 % gesunken ist. 
  • Dieser Wert ist der schlechteste im Vergleich zu Fachärzten, Hausärzten und psychologischen Psychotherapeuten.
  • Die Hauptgründe für diese Verschlechterung sind politische Entscheidungen, die sich negativ auf die Praxis auswirken, sowie finanzielle Probleme. 
  • Besonders besorgniserregend ist, dass 70,6 % der Zahnärzte pessimistische wirtschaftliche Erwartungen für die nächsten sechs Monate haben. Dies ist der niedrigste Wert im Vergleich zu anderen Gruppen.
  • Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Personalmangel zwingt Apotheken zu verkürzten Öffnungszeiten

Personalmangel zwingt Apotheken zu verkürzten Öffnungszeiten

Mehrere Bundesländer betroffen: Apotheken passen ihre Öffnungszeiten aufgrund von Personalmangel an.

19.10.2023

Infolge des weitverbreiteten Personalmangels in Apotheken in verschiedenen Regionen Deutschlands stehen kürzere Öffnungszeiten bevor. Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) hat aktuell bekannt gegeben, dass Apotheken in sechs Bundesländern, darunter Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein, ihre Mindestöffnungszeiten reduzieren können. Diese Anpassungen sind eine Reaktion auf den Mangel an Fachkräften, der besonders in ländlichen Gebieten gravierend ist. Details zu den veränderten Öffnungszeiten und den betroffenen Regionen finden Sie hier zusammengefasst:

  • Apotheken in mehreren Regionen Deutschlands könnten kürzere Öffnungszeiten haben.
  • Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) bestätigte hierzu aktuell einen Bericht der Apotheken Umschau.
  • Betroffene Bundesländer: Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Nordrhein und Westfalen-Lippe.
  • Neuregelungen ermöglichen Apotheken kürzere Öffnungszeiten, Entscheidung liegt bei den Apothekenleitern.
  • Personalmangel, besonders in ländlichen Gebieten, führt zu verkürzten Öffnungszeiten.
  • ABDA-Sprecherin betont: Eine Apotheke mit verkürzten Öffnungszeiten ist besser als gar keine, vor allem auf dem Land.
  • Mindestöffnungszeiten variieren je nach Kammerbezirk.
  • Beispiel: Im Bezirk Nordrhein müssen Apotheken an vier Tagen pro Woche mindestens sechs Stunden zwischen 8 und 20 Uhr geöffnet sein, an einem weiteren Tag drei Stunden lang.
  • Kunden sollten sich bei ihrer Apotheke nach den genauen Öffnungszeiten erkundigen, so die Empfehlung des Bundesverbands.

Krankenhausreform: BMG plant Gesetzgebung trotz Insolvenzwelle

Krankenhausreform: BMG plant Gesetzgebung trotz Insolvenzwelle

Trotz einer Welle von Krankenhausinsolvenzen plant das Bundesgesundheitsministerium entschlossen die Gesetzgebung für eine umfassende Krankenhausreform. In den letzten drei Monaten haben Bund und Länder gemeinsame Eckpunkte erarbeitet und eine Arbeitsgruppe intensiv darüber beraten. Währenddessen haben einige Krankenhäuser mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen. Trotz dieser Herausforderungen stehen die Pläne für eine Modernisierung des Krankenhaussystems in Deutschland fest.

18.10.2023

Trotz einer Welle von Krankenhausinsolvenzen plant das Bundesgesundheitsministerium entschlossen die Gesetzgebung für eine umfassende Krankenhausreform. In den letzten drei Monaten haben Bund und Länder gemeinsame Eckpunkte erarbeitet und eine Arbeitsgruppe intensiv darüber beraten. Währenddessen haben einige Krankenhäuser mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen. Trotz dieser Herausforderungen stehen die Pläne für eine Modernisierung des Krankenhaussystems in Deutschland fest.

  • Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) erwägt Gesetzgebungsprozess für Krankenhausreform im laufenden Jahr.
  • Eckpunkte für Reform von Bund und Ländern vereinbart, Arbeitsgruppe tagte 24 Mal in den letzten drei Monaten.
  • Kein "Vorschaltgesetz" und keine Rettungsfinanzierung geplant, um insolventen Krankenhäusern zu helfen.
  • Während Pandemie erhielten Krankenhäuser 21,5 Mrd. € Hilfen, zusätzliche 6 Mrd. € für gestiegene Energiekosten.
  • Krankenhausausgaben im ersten Halbjahr 2023 um 7 % gestiegen, Mehreinnahmen von 6,2 Mrd. €.
  • Reformziele: Überwindung des Hamsterradeffekts durch Vorhaltebudgets, internationale Behandlungsqualität, Entbürokratisierung.
  • Leistungsgruppen orientieren sich an Nordrhein-Westfalen, 60 plus 5 Gruppen bundesweit vereinbart.
  • Diskussionen über Ausnahmen bei Leistungsgruppen, Klärung durch Medizinischen Dienst.

Schwierigkeiten für Ärztehaus-Entwickler: IWG Holding AG meldet Insolvenz in Eigenverwaltung an

Schwierigkeiten für Ärztehaus-Entwickler: IWG Holding AG meldet Insolvenz in Eigenverwaltung an

Gestiegene Bauzinsen und Kosten belasten den Spezialisten für Fachärztezentren - bereits in Betrieb befindliche Ärztezentren sind nicht betroffen.

12.10.2023

Die IWG Holding AG, ein führender Entwickler von Ärztehäusern, hat aktuell Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet, einschließlich ihrer Tochtergesellschaften IWG Medical Real Estate AG und IWG Versorgungskonzepte GmbH. Die finanziellen Probleme des Unternehmens sind auf die Immobilienkrise zurückzuführen, die durch gestiegene Bauzinsen und Baukosten entstanden ist. Trotz dieser Herausforderungen plant IWG eine umfassende Restrukturierung, um langfristige finanzielle Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen. Bereits bestehende Ärztezentren sind von der Insolvenz nicht betroffen.

Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Der Ärztehaus-Entwickler IWG Holding AG, spezialisiert auf Fachärztezentren, hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet.
  • Auch Tochtergesellschaften IWG Medical Real Estate AG und IWG Versorgungskonzepte GmbH sind betroffen.
  • Bereits in Betrieb befindliche Ärztezentren sind nicht von der Insolvenz betroffen, wie ein Sprecher bestätigte.
  • Die Immobilienkrise aufgrund gestiegener Bauzinsen und Baukosten hat zu finanziellen Problemen geführt.
  • IWG plant einen umfassenden Restrukturierungsplan für langfristige finanzielle Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit.
  • Der Insolvenzverwalter Markus Plathner unterstützt die Gesellschaft bei der Sanierung.
  • Zum Hintergrund: Ärztehäuser sind wichtig für die Krankenversorgung, aber die Immobilienkrise erschwert derzeit Investitionen in neue Projekte. IWG hat bisher 20 Ärztezentren in Deutschland umgesetzt und ist seit 20 Jahren im Gesundheitswesen tätig.

Bundesrechnungshof warnt vor Aufhebung der Budgetierung bei Hausärzten

Bundesrechnungshof warnt vor Aufhebung der Budgetierung bei Hausärzten

Aktueller Bericht betont fehlende Überzeugungskraft der Entbudgetierung und fordert strenge Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsnachweise für extrabudgetäre Vergütung.

11.10.2023

Der Bundesrechnungshof (BRH) hat sich gegen die Aufhebung der Budgetierung ärztlicher Leistungen, insbesondere bei Hausärzten, ausgesprochen. Dies geht aus einem aktuellen Bericht hervor, der die Ergebnisse einer Analyse zur "Extrabudgetären Vergütung von vertragsärztlichen Leistungen in der ambulanten Versorgung" präsentiert.

 

Hier sind die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Der BRH betont, dass es keine überzeugenden Beweise dafür gibt, dass die Entbudgetierung der Hausärzte die Wirtschaftlichkeit und Qualität der Versorgung von Versicherten entscheidend verbessern würde.
  • Die Prüfer kritisieren vielmehr, dass durch die Aufhebung des medizinisch notwendigen Behandlungsbedarfs im hausärztlichen Bereich wichtige Steuerungsinstrumente wegfallen würden.
  • Der BRH schlägt vor, die Entbudgetierung nur in Regionen mit erheblichen Versorgungsproblemen umzusetzen und den Erfolg der Maßnahme kontinuierlich zu überprüfen. Andernfalls wäre es aus finanzieller Sicht nicht gerechtfertigt, bewährte Instrumente zur Ausgabensteuerung abzuschaffen.
  • Zusätzlich dazu wird empfohlen, alle bestehenden Vergütungsregeln des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) aufzuheben. Laut dem Bericht führte das TSVG im Jahr 2019 verschiedene Fallgruppen ein, darunter die Terminservicestelle-Terminfälle (TSS-Terminfall) und die Hausarzt-zu-Facharzt-Vermittlung. Bis Ende 2022 zahlten die Krankenkassen jährlich 11,8 Milliarden Euro für diese Vergütungskonstellationen.
  • Die Kritik des BRH richtet sich insbesondere gegen gestiegene Fallzahlen und zu hohe gesetzlich festgelegte Mindesthöhen für extrabudgetäre Zuschläge bei Facharztterminen. Dies störe die gesetzlichen Pauschalen sowie das Einheitliche Bewertungsmaßstab-Gefüge und führe zu Fehlanreizen in der Versorgung.
  • Der BRH bemängelt auch das Fehlen belastbarer Nachweise für die Wirksamkeit extrabudgetärer Vergütung bei offenen Sprechstunden. Die Anreize hätten nicht zu verkürzten Wartezeiten für gesetzlich Versicherte geführt.
  • Zusammenfassend stellt der BRH fest, dass die extrabudgetäre Vergütung von Leistungen deutlich überdacht werden muss. Der BRH betont, dass die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung (MGV) der Regelfall für die vertragsärztliche Vergütung sein sollte. Der Anteil der extrabudgetären Vergütung sollte drastisch reduziert werden und nur dann erfolgen, wenn nachweislich Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung signifikant verbessert werden.

Niedrige Fallzahlen: Ein Blick auf die Krankenhausstatistiken 2022

Niedrige Fallzahlen: Ein Blick auf die Krankenhausstatistiken 2022

Im Jahr 2022 lagen die stationären Fallzahlen in deutschen Krankenhäusern weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie.

05.10.2023

Im Jahr 2022 lagen die stationären Fallzahlen in deutschen Krankenhäusern weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie.
• Die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patienten stieg um 0,4 % auf 16,8 Millionen, was einem Rückgang von 13,4 % im Vergleich zu 2019 entspricht (19,4 Millionen).
• Die Auslastung der Krankenhausbetten betrug 2022 69 % im Vergleich zu 77,2 % im Jahr 2019.
• Im Durchschnitt waren 480.382 Betten in den Krankenhäusern aufgestellt, davon 26.327 Intensivbetten und 7.672 Intermediate-Care-Betten.
• Die durchschnittliche stationäre Behandlungsdauer blieb unverändert bei 7,2 Tagen, wobei es große Unterschiede zwischen den Fachabteilungen gab.
• Im Jahr 2022 gab es 207.294 Ärzte und 1.056.830 nichtärztliche Mitarbeiter in den Krankenhäusern. Die Zahl der Ärzte stieg um 2 %, während der pflegerische Dienst um 2,4 % zunahm.
• Die Anzahl der Schüler und Auszubildenden im Gesundheitswesen sank erstmals seit 2005 um 0,8 % auf 113.847 Personen, während die Zahl der Vollkräfte um 6,5 % auf 36.775 stieg.