Neuer Höchststand: Immer mehr ausländische Ärzte zieht es in die Schweiz

Die Zahl der in der Schweiz tätigen Ärzte steigt seit Jahren kontinuierlich an. Der Großteil stammt mit 53,4 % aus Deutschland, gefolgt von Italien (8,9 %), Frankreich (6,9 %) oder Österreich (6,0 %).

09.09.2020

Die Zahl der in der Schweiz tätigen Ärzte steigt seit Jahren kontinuierlich an: So waren 2019 laut der aktuellen Medizinerstatistik des Schweizer Berufsverbands der Ärzte FMH bei den Eidgenossen insgesamt 37.882 Ärzte berufstätig - gegenüber 2018 ein Zuwachs um 357 Personen.

  • Mit insgesamt 13.755 hat die Zahl der berufstätigen Ärzte in der Schweiz, die aus dem Ausland stammen oder im Ausland ihre Berufsqualifikation erworben haben, aktuell einen neuen Höchststand erreicht. So betrug der Anteil dieser Gruppe innerhalb der Schweizer Ärzteschaft 2019 36,3 % und damit 0,9 Prozentpunkte mehr im Vergleich zum Vorjahr.
  • Im Praxissektor beträgt der Anteil der Ärzte aus dem Ausland 32,7 %, im Kliniksektor 40,2 %.
  • Mit 54,7 % im Praxis- und 52,7 % im Kliniksektor dominiert in der Schweiz der Männeranteil.
  • Zur Herkunft der ausländischen ärztlichen Fachkräfte: Der Großteil stammt mit 53,4 % aus Deutschland, gefolgt von Italien (8,9 %), Frankreich (6,9 %) oder Österreich (6,0 %).
  • In absoluten Zahlen waren 2019 7.347 Ärzte aus Deutschland, 1.222 aus Italien, 952 aus Frankreich, 830 aus Österreich sowie 3.404 aus anderen Ländern ärztlich in der Schweiz tätig gewesen.
  • Die Ärztestatistik zeigt weiter, dass die Zahl der Ärzte, die 2019 an Schweizer Unis das eidgenössische Diplom in Humanmedizin erhalten haben, mit insgesamt 1.089 Ärzten um 60 lag höher als 2018.
  • Sie liegt aber weiterhin weit unter dem angestrebten Ziel von 1.300 Abschlüssen in der Humanmedizin, die die Eidgenossen bis 2025 erreichen wollen, um die Abhängigkeit von ausländischen Ärzten zu verringern. Hierzu hat die Schweiz bereits seit 11/2016 das 100 Mio. Franken schwere Sonderprogramm „Erhöhung der Anzahl Abschlüsse in Humanmedizin" am Laufen.