SpiFa fordert „Diskussion über leistungsgerechte Vergütung“

60 % des ambulanten Leistungsbedarfs wird von Fachärzten abgearbeitet. Die fachärztliche Honorarentwicklung bildet dies nicht ab.

16.09.2020

60 % des ambulanten Leistungsbedarfs wird von Fachärzten abgearbeitet. Die fachärztliche Honorarentwicklung bildet dies nicht ab.

  • Ausweislich der KBV-Honorarberichte habe sich im Zeitraum 2013 bis 2018 die Versorgungslast von den Hausärzten zu den Fachärzten verschoben. Die Punktezahlanforderung Fachärzte lag 2013 bei 44,8 % der ambulanten kassenärztlichen Versorgung. 2018 seien es bereits 60,46 % gewesen.
  • Der Facharztanteil an der GKV-Gesamtvergütung hat um rund einen Prozentpunkt auf 61,67 % zugelegt, in absoluten Zahlen von 19,04 Milliarden Euro (2013) auf 22,94 Milliarden Euro (2018), was einem Plus von 20,5 % entspricht.

  • Der Hausarzt-Anteil nahm entsprechend um über 15 Prozentpunkte auf 39,54 % ab.
  • Im Berichtszeitraum hätten Hausärzte trotz rückläufiger Leistungsanforderung - von rund 153 Milliarden EBM-Punkten in 2013 auf rund 121,6 Milliarden Punkte in 2018 - absolut gesehen einen Honorarzuwachs um 14,5 % auf 14,11 Milliarden Euro.

  • Arztgruppenübergreifend ist die kassenärztliche Gesamtvergütung den Zahlen zufolge im Fünfjahreszeitraum bis 2018 um 18,2 % auf zuletzt 37,26 Milliarden Euro gestiegen.

Die Budgetierung beträfe Fachärzte in weit höherem Maß als die Hausärzte, heißt es in der SpiFa Mitteilung weiter. Der SpiFa-Hauptgeschäftsführer Lars F. Lindemann macht klar, dass das Geld wieder der Leistung folgen muss und fordert bei weiter steigenden Anforderungen an die Fachärzte eindringlich die Aufhebung der Budgetierung.