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Umfrage: Große Zufriedenheit mit Apotheken während der Pandemie
Umfrage: Große Zufriedenheit mit Apotheken während der Pandemie
Laut einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände waren die Bundesbürger während der ersten Welle der Pandemie mit den Apotheken sehr zufrieden.
04.02.2021
Laut einer Umfrage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) waren die Bundesbürger während der ersten Welle der Pandemie mit den Apotheken sehr zufrieden.
- 79 % der Erwachsenen haben im Zeitraum von März - August 2020 eine Apotheke besucht.
- 87 % sind mit den Leistungen der Apotheke sehr zufrieden und haben diese mit „sehr gut" oder „gut" bewertet.
- Gründe für die Apothekenbesuche waren hauptsächlich das Einlösen von Rezepten (82 %) sowie der Kauf eines rezeptfreien Arzneimittels (68 %).
- Zusätzlich wurde durch Corona der Kauf von Desinfektionsmitteln sowie Atemschutzmasken in den Apotheken gesteigert.
- Die Botendienste der Apotheken wurden besonders in der Altersgruppe 60 Plus mit 21 % unter den Befragten in Anspruch genommen.
Digitale Gesundheitsdienstleistungen: Für Privatpatienten attraktiv
Digitale Gesundheitsdienstleistungen: Für Privatpatienten attraktiv
Laut einer Befragung des Kölner Analysehauses Assekurata sind elektronische Rezepte für Privatpatienten sehr attraktiv.
02.02.2021
Laut einer Befragung des Kölner Analysehauses Assekurata sind elektronische Rezepte (E-Rezepte) für Privatpatienten sehr attraktiv.
- Im Rahmen der Erhebung wurden 516 privat Krankenversicherte zu diversen Gesundheitsservices befragt.
- 53,1 % können sich demnach vorstellen, das E-Rezept in Anspruch zu nehmen.
- Besonders Männer der Altersgruppe 30-39 Jahre haben mit 61,9 % großes Interesse an E-Rezepten.
- 49,8 % würden sich im Rahmen der Gesundheitsdienstleistungen bei der Suche nach einem Facharzt oder Spezialisten unterstützen lassen.
- 45,5 % können sich einen Zweitmeinungsservice vorstellen.
- Die elektronische Gesundheitsakte (z. B. „Vivy") ruft mit 28,1 % nur wenig Nachfrage unter den PKV-Versicherten hervor.
- 38,4 % würden einen Arzneimittelservice in Anspruch nehmen.
- Knapp 30 % sind offen für Gesundheits-Apps oder Online-Programme als unterstützende Therapie, besonders für Video-Sprechstunden und Coaching-Programme.
Krankenkassen geben 2020 mehr für Medikamente aus
Krankenkassen geben 2020 mehr für Medikamente aus
Der Apothekerdachverband (ABDA) gab aktuell bekannt, dass die Arzneimittelausgaben 2020 um 6,6 % (auf 40,9 Mrd. €) gestiegen sind.
01.02.2021
Der Apothekerdachverband (ABDA) gab bekannt, dass die Arzneimittelausgaben 2020 um 6,6 % (auf 40,9 Mrd. €) gestiegen sind.
- Im Vorjahr lag dieser Wert bei 6,0 %.
- Bei den Angaben handelt es sich um Bruttoangaben.
- Laut Angaben des Deutschen Apothekerverbands (DAV) nahmen die Arzneimittelausgaben zu, da im "Corona-Jahr" größere Packungen verordnet wurden, um Arzt-/Apothekenbesuche zu reduzieren.
- Es wurden 2020 insgesamt 712 Mio. Packungen (- 0,9 %) an gesetzlich Krankenversicherte auf Rezept abgegeben.
MVZ: Rechtsgutachten liegt vor
Z-MVZ: Rechtsgutachten liegt vor
Das im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung von Universitätsprofessor Dr. iur. habil. Helge Sodan erstellte Rechtsgutachten zum Thema investorengetragener Z-MVZ liegt vor.
29.01.2021
Das im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung von Universitätsprofessor Dr. iur. habil. Helge Sodan erstellte Rechtsgutachten zum Thema investorengetragener Z-MVZ liegt vor. Es trägt den Titel "Medizinische Versorgungszentren in der vertragszahnärztlichen Versorgung - Zur Einführung eines MVZ-Registers sowie zur Eignung insbesondere von investorenbetriebenen zahnärztlichen medizinischen Versorgungszentren".
- Das Gutachten befasst sich mit den „Gefahren", die sich aus den sog. "IZMVZ" ergeben, mit der bestehenden Rechtslage und inwiefern sie den beschriebenen Gefahren Rechnung trägt.
- Außerdem liefert die Ausarbeitung Vorschläge, wie der Gesetzgeber diesen Gefahren begegnen kann.
- Sodan, der an der FU Berlin Öffentliches Recht lehrt, stellt klar, dass grundsätzlich alle Leistungserbringer ein legitimes Interesse an der Gewinnerzielung durch ihre berufliche Tätigkeit haben. Dennoch sieht er die Gefahren für die Versorgungsqualität sowie das Patientenwohl bei der Beteiligung fachfremder Investoren in der vertragszahnärztlichen Versorgung.
- Grundlagen der Gefahrenprognose seien Auffälligkeiten im Abrechnungsverhalten durch IZMVZ im Vergleich zu zahnärztlichen Einzelpraxen oder BAG.
- Durch die Renditeorientierung der Gesellschaften ergebe sich ein Konflikt zwischen der Behandlung nach zahnärztlicher Kunst und der ökonomisch vorteilhaftesten, wodurch „ein systemisch hoher Umsatzdruck" für die in einem IZMVZ angestellten Zahnärzte hervorgerufen werden könne.
- Als Lösungsvorschlag für mehr Tranzparenz wird der Aufbau eines ZMVZ-Registers unter Führung der KZVen und der KZBV empfohlen, eine Prüfung der Eignung der ZMVZ-Trägergesellschaft, sowie eine räumlich-fachliche Begrenzung der Gründungsbefugnis von IZMVZ.
- Das Gutachten finden Sie hier als PDF zum Download.
Health Literacy Survey: Gesundheitskompetenz im Sinkflug
Health Literacy Survey: Gesundheitskompetenz im Sinkflug
Die aktuelle Ausgabe der Bielefelder Untersuchung "Health Literacy Survey" zeigt, dass das Wissen im Themenbereich Gesundheit/Gesundheitssystem in Deutschland zurückgeht.
28.01.2021
Die aktuelle Ausgabe der Bielefelder Untersuchung "Health Literacy Survey" zeigt, dass das Wissen im Themenbereich Gesundheit/Gesundheitssystem in Deutschland zurückgeht.
- Der Studie zufolge tendieren Menschen mit geringer Gesundheitskompetenz während der Corona-Pandemie zu gesundheitsschädlichen Verhaltsweisen, wie z. B. weniger Sport, gesteigerter Alkoholkonsum.
- Die Wissenschaftler der Universität Bielefeld konnten in der aktuellen Ausgabe zeigen, dass im Vergleich zur Zeit "vor Corona" der Alkoholkonsum in der Gruppe von Menschen mit geringen Kenntnissen über gesundheitliche Zusammenhänge stark zugenommen hat.
- Bürger mit geringer Gesundheitskompetenz nehmen das Gesundheitssystem doppelt so häufig in Anspruch wie die mit exzellenten Kenntnissen: So warem im letzten Jahr 27,8 % der Personen mit geringer Gesundheitskompetenz 6 x oder öfter beim Hausarzt. In der Vergleichsgruppe gaben dies nur 13,6 % an.
- In den Gruppen mit ausreichenden bis exzellenten Kenntnissen zur Gesundheit und dem Gesundheitssystem ernähren sich die Menschen außerdem besser und melden sich seltener krank.
- Die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung in Deutschland befindet sich bereits seit Jahren auf dem Sinkflug: Die aktuelle Erhebung ergab, dass rund 60 % der Menschen wenig in Sachen Gesundheit wissen.
- 57,7 % verstehen die Funktionsweise des deutschen Gesundheitssystems nicht und mehr als 2/3 haben Probleme, Informationen zur Qualität von Gesundheitseinrichtungen zu finden.
- Bzgl. der Kommunikation zwischen Ärzten und Patienten gab knapp die Hälfte der Befragten an, Ärzte nur schwer zu verstehen.
Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Gesundheitsexperte Knieps kritisiert Corona-Politik
Gesundheitsexperte Knieps kritisiert Corona-Politik
Franz Knieps, BKK-Chef und langjähriger Experte im Gesundheitswesen, war viele Jahre im Bundesgesundheitsministerium tätig - auch in der Regierung mit Kanzlerin Merkel. Nun kritisiert er die von Bund und Ländern derzeit vorgegebene Corona-Politik stark.
26.01.2021
Franz Knieps, BKK-Chef und langjähriger Experte im Gesundheitswesen, war viele Jahre im Bundesgesundheitsministerium tätig - auch in der Regierung mit Kanzlerin Merkel. Nun kritisiert er die von Bund und Ländern derzeit vorgegebene Corona-Politik stark.
- In einem aktuellen Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) spricht Knieps von gravierenden politischen Fehlentscheidungen und plädiert dafür, die Schulschließungen umgehend zu beenden.
- Laut Knieps werde im Bundeskanzleramt "allein auf Virologen gehört, und dann auch immer auf dieselben".
- D. h. andere Ansichten oder Ratschläge anderer wissenschaftlicher Disziplinen würden bis heute ignoriert, so Knieps. Seiner Meinung nach sei jedoch gerade in schwierigen Zeiten wie diesen jede fachkundige Stimme dringend notwendig.
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Es wurde laut Knieps im Sommer 2020 versäumt, sich gezielt mit speziellen Präventionsprogrammen für die Risikogruppen (alte Menschen etc.) auf den Herbst und Winter vorzubereiten. Stattdessen würden nun Lockdowns aneinandergereiht, die die Älteren nicht schützten.