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Fachkräftemangel: Ältere MFA gesucht!
Fachkräftemangel: Ältere MFA gesucht!
Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist ein weit verbreitetes Problem - nicht nur in Deutschland. Blick auf MFA: Medizinische Fachangestellte (MFA) über 60 sind bei Arztpraxen derzeit wieder stark gefragt: So hat sich die Zahl der MFA "60+" laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes in den letzten Jahren von 23.000 (2012) auf 53.000 (2021) mehr als verdoppelt.
18.05.2023
Der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen ist ein weit verbreitetes Problem - nicht nur in Deutschland. Es gibt verschiedene Gründe dafür, wie z. B. eine alternde Bevölkerung, eine steigende Nachfrage nach Gesundheitsleistungen, eine begrenzte Anzahl von Ausbildungsplätzen oder eine unzureichende Vergütung und nicht adäquate Arbeitsbedingungen. Der Mangel an Fachkräften wirkt sich heute schon auf verschiedene Bereiche des Gesundheitswesens aus, wie z. B. Krankenhäuser, Arztpraxen, Pflegeheime und andere Einrichtungen. Es kann dadurch u. a. zu längeren Wartezeiten, höheren Kosten und einer schlechteren Qualität der Gesundheitsversorgung kommen.
Ein paar Zahlen und Fakten:
- 2035 können lt. PWC knapp 1,8 Mio. offene Stellen im Gesundheitswesen nicht mehr besetzt werden, weil qualifizierte Kräfte fehlen, v. a. in Alten- und Krankenpflege.
- 2022 waren bereits 290.000 Stellen im Gesundheitswesen nicht besetzt.
- Ärzte: In stationären Einrichtungen 2030 jede 3. Arztstelle unbesetzt, im ambulanten Bereich jede 2.
- Nicht-ärztliche Fachkräfte: Bis 2030 Personallücke von rund 800.000.
Blick auf MFA:
- Medizinische Fachangestellte (MFA) zu finden und an die Praxis zu binden, gestaltet sich heutzutage zunehmend schwierig. Nichtsdestotrotz ist die MFA-Ausbildung zumindest unter Frauen ganz oben angesiedelt.
- MFA über 60 sind bei Arztpraxen derzeit wieder stark gefragt: So hat sich die Zahl der MFA "60+" laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes in den letzten Jahren von 23.000 (2012) auf 53.000 (2021) mehr als verdoppelt.
- Auch in der Gruppe 50-60 Jahre lässt sich im gleichen Zeitraum ein Anstieg feststellen - von 91.000 auf 115.000.
- MFA, die eigentlich vorhaben in Rente zu gehen, werden versucht im Betrieb zu halten. Außerdem werden verstärkt MFA als Wiedereinsteiger nach langen Familien- und Pflegepausen wieder vermehrt eingearbeitet.
- Insgesamt lag die Zahl der Praxismitarbeiter im Jahr 2021 in Deutschland bei 493.000 (2012: 414.000).
- Die 50- bis 60-Jährigen stellten im Jahr 2021 mit 115.000 sogar die größte Gruppe unter den Medizinischen Fachangestellten, gefolgt von den 40- bis 50-Jährigen (110.000).
- Die Anzahl der unter-30-Jährigen betrug im Jahr 2021 106.000, 2012 waren es in dieser Altersgruppe noch 93.000.
BÄK-Ärztestatistik 2022: Handlungsbedarf aufgrund bevorstehender Ruhestandswelle
BÄK-Ärztestatistik 2022: Handlungsbedarf aufgrund bevorstehender Ruhestandswelle
Die aktuelle Ärztestatistik der Bundesärztekammer (BÄK) zum 31.12.2022 zeigt, dass bereits 40 % der niedergelassenen Ärzte über 60 Jahre alt sind. Dies, zusammen mit dem Trend zur Reduzierung der Wochenarbeitszeit auch bei älteren Ärzten, bereitet der BÄK Sorgen.
15.05.2023
Die aktuelle Ärztestatistik der Bundesärztekammer (BÄK) zum 31.12.2022 zeigt, dass bereits 40 % der niedergelassenen Ärzte über 60 Jahre alt sind. Dies, zusammen mit dem Trend zur Reduzierung der Wochenarbeitszeit auch bei älteren Ärzten, bereitet der BÄK Sorgen.
Hier die wichtigsten Ergebnisse der Ärztestatistik der Bundesärztekammer (BÄK) zum 31.12.2022:
- Die "Baby-Boomer-Welle" wird unaufhaltsam auf die Ärzteschaft zukommen und die Patientenversorgung beeinträchtigen, wenn nicht schnell gegengesteuert wird. Um eine ausreichende medizinische Versorgung in Zukunft sicherzustellen, fordert die BÄK entschlossenes Handeln und den Ausbau von Aus- und Weiterbildungskapazitäten, um ausreichend ärztlichen Nachwuchs auszubilden.
- Die demografische Entwicklung führt dazu, dass in den kommenden Jahren ein großer Verlust an ärztlicher Arbeitskraft zu erwarten ist: Fast die Hälfte aller Ärzte (46 %) hat bereits das 50. Lebensjahr überschritten, und 28 % der Fachärzte sind 60 Jahre oder älter.
- Unter allen niedergelassenen Ärzten sind bereits 41 % über 60 Jahre alt.
- Besonders besorgniserregend ist, dass auch ältere Ärzte vermehrt dazu übergehen, Teilzeit zu arbeiten: Nach dem 65. Lebensjahr arbeiten 58 % der Ärzte in Teilzeit, und bei den 60- bis 65-Jährigen beträgt der Anteil 18 %. Teilzeitärzte arbeiten im Ruhestand mit durchschnittlich 16 Wochenstunden nur etwa ein Drittel der Wochenarbeitszeit eines Vollzeitmediziners.
- Die Zahl der berufstätigen Ärzte ist im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr minimal um 1,2 % auf rund 421.000 gestiegen. Dennoch blieb das Wachstum hinter den Erwartungen zurück.
- Vor der Pandemie (2019) wurde noch ein Anstieg der Arztzahlen um 2,5 % verzeichnet.
- In einigen Bundesländern wie Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Brandenburg ging die Zahl der berufstätigen Ärzte sogar zurück.
- Gleichzeitig nahmen Auswanderungen 2022 von Ärzten zu: Insgesamt verließen knapp 2.300 Ärzte Deutschland, was einer Steigerung von 20 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.
- Fast die Hälfte (206.000) der berufstätigen Ärzte sind derzeit Frauen.
- Im ambulanten Bereich arbeiten 165.000 Ärzte, davon etwa 56.000 als Angestellte. Im stationären Bereich sind 217.000 Mediziner tätig.
- Der Trend zu Angestelltenverhältnissen im ambulanten Bereich setzt sich fort, mit einem Rekordwachstum von 12,6 % im Vergleich zum Vorjahr.
- Die Zahl der niedergelassenen Ärzte ist um 3,8 % gesunken.
- Es arbeiten derzeit 23.200 Ärzte in der Allgemeinmedizin und knapp 24.800 im Bereich Innere Medizin.
Apothekenwirtschaftsbericht: Umsatz 2022
Apothekenwirtschaftsbericht: Umsatz 2022
Der aktuelle Apothekenwirtschaftsbericht beleuchtet die derzeitige Situation der Apotheken in Deutschland: Neuer Höchstwert beim Durchschnittsumsatz 2022 pro Apotheke mit 3,23 Mio. € (2021: 3,1 Mio. €)!
05.05.2023
Der aktuelle Apothekenwirtschaftsbericht beleuchtet die derzeitige Situation der Apotheken in Deutschland.
Hier einige Zahlen, Daten und Fakten zum Apothekenmarkt:
- Die Apotheken waren bereits gut durch das erste Corona-Jahr (2020) gekommen, 2021 toppte dies jedoch noch.
- Corona bescherte den Apotheken 2021 das beste (umsatzstärkste) Jahr seit 1994 (Aufzeichnungsbeginn des Statistischen Bundesamts).
- Branchenumsatz 2021 stieg um 7,8 % zum Vorjahr (um 15,4 % zum Vor-Corona-Jahr 2019).
- 2022: Rückgang der Corona-Extra-Einnahmen
- Trotzdem verbesserte sich der Gesamtumsatz der öffentlichen Apotheken um 3 % auf 64,9 Mrd. €.
- Neuer Höchstwert beim Durchschnittsumsatz 2022 pro Apotheke mit 3,23 Mio. € (2021: 3,1 Mio. €)
- Betriebsergebnis für einen Inhaber (= Gewinn v. St.) 2022: 163.000 €
- Liegt um 23 % unter dem Best-Jahr 2021
- Allerdings immer noch über Vor-Corona-Niveau 2019 (148.000 €)!
- 2022 Rückgang der pandemiebedingten Sondereffekte um 76 %
Rekordhoch: Gesundheitsausgaben 2021
Rekordhoch: Gesundheitsausgaben 2021
Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Gesundheitsausgaben in Deutschland 2021 ein Rekordhoch erreicht, so aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis).
28.04.2023
Aufgrund der Corona-Pandemie haben die Gesundheitsausgaben in Deutschland 2021 ein Rekordhoch erreicht, so aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts (Destatis).
- Demnach stiegen die Gesundheitsausgaben 2021 auf 474,1 Mrd. €, was pro Einwohner 5.699 € entspricht - ein Anstieg gegenüber 2020 um 7,5 %.
- Dies ist übrigens der stärkste Ansteig seit Beginn der Berechnungen im Jahr 1992, so Destatis.
- Insgesamt lagen die Gesundheitsausgaben 2021 um 33,1 Mrd. € höher als 2020, dem ersten "Corona-Jahr".
- Mit 53,8 % trug die GKV mehr als die Hälfte dieser Ausgaben.
- 60,2 Mrd. € (12,7 %) trugen private Haushalte und private Organisationen.
- Die PKV gab 1,3 Mrd. € aus, das sind 7,7 % der Gesundheitsausgaben.
- Insgesamt 30,6 Mrd. € der Gesundheitsausgaben im Jahr 2021 standen mit der Corona-Pandemie in Zusammenhang, so Destatis. Zum Vergleich: 2020 waren es nur 18,2 Mrd. € gewesen.
- Den größten Ausgabenposten stellten dabei die öffentlichen Corona-Tests (Selbsttests aus dem Handel nicht mitgewertet) dar: Sie kosteten 9,9 Mrd. € (rund 1/3 der pandemiebedingten Ausgaben).
- Ausgleichszahlungen für pandemiebedingte Einnahmeausfälle und Corona-Prämien betrugen 9,3 Mrd. €.
- Die Impfkampagne (zur Hälfte Impfzentren und Impfstoffe) verursachte 2021 Ausgaben von 7,0 Mrd. € - rund 23 % der Ausgaben im Corona-Zusammenhang.
- Blick auf 2022: Auch für das Jahr 2022 geht Destatis davon aus, dass die Gesundheitsausgaben weiter gestiegen sind - laut Schätzung 498,1 Mrd. € (24 Mrd. € oder 5,1 % mehr als im Vorjahr).
Abrechnungsbetrug, da ihr Mann mehr verdiente: Zahnärztin rechnet nicht erbrachte Leistungen ab
Abrechnungsbetrug, da ihr Mann mehr verdiente: Zahnärztin rechnet nicht erbrachte Leistungen ab
Da ihr Umsatz stagnierte und ihr Ehemann (auch Zahnarzt) mehr verdiente, rechnete eine Zahnärztin aus Leipzig nicht erbrachte Leistungen i. H. v. 67.000 € ab.
26.04.2023
Da ihr Umsatz stagnierte und ihr Ehemann (auch Zahnarzt) mehr verdiente, rechnete eine Zahnärztin aus Leipzig nicht erbrachte Leistungen i. H. v. 67.000 € ab.
- Seit ca. 30 Jahren arbeitet das Zahnarzt-Ehepaar Dr. Heike (63) und Dr. Matthias G. (64) in Leipzig.
- Da ihr Mann mit Impantologieleistungen mehr verdiente und ihr eigener Umsatz stagnierte, entwickelte die Ehefrau zusammen einem Helfer ein System, bei Pflegebedürftigen vermeintliche Fälle zu generieren und nicht erbachte Leistungen abzurechnen. Der Betrug begann im 1. Quartal 2013 und endete zum 2. Quartal 2017. In dem Zeitraum rechnete sie sich Hunderte Male nicht erbrachte zahnärztliche Leistungen ab.
- Zum Ablauf: Da Frau Dr. G. mehrere Jahre neben ihrer Arbeit in der Praxis in einem Pflegeheim arbeitete, hatte sie Zungang zu einer Vielzahl Pflegebedürftiger. Der dortige Pflegedienstleiter brachte ihr immer zum Ende des Quartals mehrere Versichertenkarten - teilweise über 100 Stück. Die Zahnärztin trug erfundene Behandlungen ein, welche eine Praxis-Mitarbeiterin später abrechnete. Hierbei entstand ein Gesamtschaden i. H. v. 67.000 €.
- Nachdem die Machenschaften aufgeflogen waren, gab es 2017 eine Razzia im Wohnhaus des Ehepaars sowie in der Praxis.
- Frau Dr. G. wurde zu 14 Monaten und Dr. Matthias G. zu 12 Monaten Freiheitsstrafe wegen gewerbsmäßigen Betruges verurteilt - je zu 2 Jahren auf Bewährung. Ihr Mann wurde verurteilt, weil er davon wusste und die Taten billigend in Kauf genommen hatte.
- Die Zahnärztin hat bereits vor Anklageerhebung den finanziellen Schaden an die KV zurückgezahlt.
- Das Verfahren gegen den Pflegedienstleiter wurde unter Zahlung von 30.000 € innerhalb 6 Monate an verschiedene Projekte und die Staatskasse vorläufig eingestellt.
Lieferengpässe: Apotheken dürfen Arzneimittel an andere Apotheken abgeben
Lieferengpässe: Apotheken dürfen Arzneimittel an andere Apotheken abgeben
Apotheken dürfen Arzneimittel sowie Rezeptur- und Defekturarzneimittel ohne Gewinnerzielungsabsicht an andere Apotheken abgeben, auch wenn diese nicht zum selben Filialverbund gehören.
14.04.2023
Kürzlich hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen klargestellt, dass § 17 Abs. 6 c Ziff. 5 Apothekenbetriebsordnung bei Lieferengpässen von dringend benötigten Medikamenten Anwendung findet.
- Demnach dürfen Apotheken Arzneimittel sowie Rezeptur- und Defekturarzneimittel ohne Gewinnerzielungsabsicht an andere Apotheken abgeben, auch wenn diese nicht zum selben Filialverbund gehören.
- Ausnahme: Betäubungsmittel und reine Wirkstoffe
- Abgaben und Wareneingänge sind mit Chargenbezeichnungen lückenlos zu dokumentieren.