Hausarztzentrierte Versorgung in Baden-Württemberg: Erfolgsmodell mit wachsender Reichweite
Mehr als 2 Mio. Versicherte, rund 9.000 beteiligte Ärzte und nachweislich bessere Ergebnisse gegenüber der Regelversorgung
16.02.2026
Die hausarztzentrierte Versorgung in Baden-Württemberg zeigt seit Jahren bessere Qualität, geringere Kosten und hohe Beteiligung - und entwickelt sich zunehmend zu einem tragenden Pfeiler der ambulanten Versorgung.
Die hausarztzentrierte Versorgung (HZV) in Baden-Württemberg gilt auch 2025 als leistungsfähiger Bestandteil der ambulanten Medizin und übertrifft weiterhin die klassische Regelversorgung. Grundlage sind aktuelle Evaluationen des Universitätsklinikums Heidelberg und der Goethe-Universität Frankfurt, die das Modell seit Jahren begleiten. Die Versorgung ist populations- und patientenorientiert aufgebaut, stärkt die koordinierende Rolle des Hausarztes und soll Über-, Unter- sowie Fehlversorgung reduzieren.
Zentrale Kennzahlen und Entwicklungen:
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Einführung der HZV: seit 2008 in Baden-Württemberg, rechtliche Basis § 73b SGB V
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Wissenschaftliche Begleitung: kontinuierlich durch Universitätsklinikum Heidelberg und Goethe-Universität Frankfurt
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Teilnahme: über 2 Mio. AOK-Versicherte in Baden-Württemberg (Q1/2025)
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Facharzt-Programm: mehr als 1 Mio. Teilnehmer zusätzlich (Q4/2025)
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Beteiligte Leistungserbringer: rund 9.000 Ärzte und Psychotherapeuten
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Bundesweite Dimension: etwa 10 Mio. Teilnehmer an HZV-Strukturen insgesamt
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Baden-Württemberg gesamt: rund 3,3 Mio. Versicherte kassenübergreifend in der HZV
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Hausärzte im Land: ca. 5.900 HZV-Teilnehmer
Strukturelle Entwicklung und Ausbau:
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erster HZV-Vertrag: 2008 zwischen AOK Baden-Württemberg und ärztlichen Partnerorganisationen
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Weiterentwicklung: seit 2010 Facharzt-Programm nach § 140a SGB V
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aktuelle Abdeckung: 13 Fachrichtungen integriert
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zeitliche Erweiterung der Fachrichtungen:
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Kardiologie: Start
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Gastroenterologie: 2011
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Psychotherapie: 2012
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Neurologie & Psychiatrie: 2013
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Orthopädie & Chirurgie: 2014
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Urologie: 2017
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Diabetologie: 2017
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Rheumatologie: 2018
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Kinder- und Jugendpsychiatrie: 2019
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Nephrologie: 2020
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Pneumologie: 2021
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Versorgungsqualität und Effekte:
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nachweislich bessere Ergebnisse als in der Regelversorgung
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Kombination aus HZV + Facharzt-Programm zeigt bessere Resultate als HZV allein
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Vorteile besonders für chronisch Erkrankte und multimorbide Patienten
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geringere Kosten bei gleichzeitig höherer Versorgungsqualität
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stärkere Koordination medizinischer Leistungen durch Hausarztsteuerung
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weniger unnötige Facharztkontakte
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weniger vermeidbare Krankenhausaufnahmen
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geringere Arzneimittelkosten
Leistungsfähigkeit in Krisenzeiten:
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stabile Versorgung auch während COVID-19
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kontinuierliche Betreuung und koordinierte Facharztkontakte
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höhere Influenza-Impfquote im Vergleich zur Regelversorgung
Teamorientierte Versorgung als Qualitätsfaktor:
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stärkere Einbindung von Praxisteams
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HZV-Praxen mit VERAH (Versorgungsassistenz in der Hausarztpraxis) erzielen messbar bessere Ergebnisse
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Effekte durch VERAH-Einsatz:
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bessere Koordination
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weniger unstrukturierte Facharztbesuche
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weniger Krankenhauseinweisungen
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niedrigere Arzneimittelausgaben
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neue Vertragsregelung: gezielte Förderung und Vergütung der VERAH-Weiterqualifikation für medizinische Fachangestellte