eAU: Verpflichtend zum 01.10.2021, Praxen aber noch nicht bereit

Zum 01.10.2021 wird die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) für Vertragsärzte verpflichtend, doch die meisten Praxen sind noch gar nicht vorbereitet.

20.07.2021

Zum 01.10.2021 wird die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) für Vertragsärzte verpflichtend, doch die meisten Praxen sind noch gar nicht vorbereitet.

  • Die IT-Verantwortlichen mehrerer Kassenärztlicher Vereinigungen warnen derzeit vor einem „drohenden Desaster" beim Start der eAU und wenden sich mit einem "Brandbrief" an die KBV.
  • Hinter dem aktuellen Warnbrief steht die ITA-Runde (Informationstechnik in der Arztpraxis), zu der die entsprechenden Abteilungen der KVen Baden-Württemberg, Bayerns, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Westfalen-Lippe gehören.
  • Das Problem bei der eAU ist, dass sie für alle GKV-Versicherten ohne Übergangsfrist angewandt werden muss und die Mehrzahl der Praxen hierfür technisch aber noch nicht bereit ist.
  • Technische Voraussetzungen für die Teilnahme am eAU-Verfahren sind laut KBV:
    • Anschluss an die Telematikinfrastruktur (TI), idealerweise mit einem Konnektor der die Komfortsignatur unterstützt
    • Anschluss an einen KIM-Dienst (Kommunikation im Gesundheitswesen)
    • elektronischer Arztausweis (eHBA) mindestens in der Generation 2.0
    • Update der Praxis-EDV für die eAU
  • In allen Anforderungspunkten sehen die Autoren des Schreibens derzeit noch starke Defizite.