Corona: Laut Wirtschaftsweisen eine der schwersten Rezessionen der Nachkriegsgeschichte

Laut der aktuellen Einschätzung der Wirtschaftsweisen wird das reale Bruttoinlandsprodukt 2020 voraussichtlich um 5,1 % sinken. Damit hat Corona Deutschland in eine der schwersten Rezessionen der Nachkriegsgeschichte gestürzt.

17.11.2020

Laut der aktuellen Einschätzung der Wirtschaftsweisen wird das reale Bruttoinlandsprodukt 2020 voraussichtlich um 5,1 % sinken. Damit hat Corona Deutschland in eine der schwersten Rezessionen der Nachkriegsgeschichte gestürzt.

  • Der prognostizierte Rückgang wird auch 2021 mit einem möglichen Zuwachs von 3,7 % nicht kompensiert werden können.
  • Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erläutert, dass Corona auch Defizite im Bereich der öffentlichen Verwaltung, des Gesundheitswesens und des Bildungswesens gezeigt habe.
  • Hierzu stellen die Wirtschaftsweisen fest: „Im Gesundheitswesen könnte ein rascher Ausbau der Digitalisierung in den kommunalen Gesundheitsämtern genutzt werden, um Meldewege effizienter zu gestalten und somit eine schnellere Informationsübermittlung zu ermöglichen, die bei der Bekämpfung der Pandemie erhebliche Vorteile verspricht. Der zielgerichtete Einsatz digitaler Technologien könnte dazu beitragen, im weiteren Verlauf der Pandemie Anstiege der Infektionszahlen einzudämmen."
  • Nach Ansicht der Wirtschaftsexperten sei bereits heute in Wirtschaftsbereichen wie Pflege, Medizin, Informations- und Kommunikationstechnik ein Fachkräftemangel spürbar. Daher dürften die Herausforderungen des demografischen Wandels auch während der Corona-Pandemie nicht aus den Augen verloren werden.