Corona-Bilanz der Kliniken 2020

Obwohl die Fallzahlen in den Kliniken 2020 stark abgenommen haben, sind die Erlöse der Krankenhäuser sowie die Zahlungen der GKV für die stationäre Versorgung gestiegen.

07.05.2021

Obwohl die Fallzahlen in den Kliniken 2020 stark abgenommen haben, sind die Erlöse der Krankenhäuser sowie die Zahlungen der GKV für die stationäre Versorgung gestiegen.

  • Eine aktuelle Analyse zum Leistungsgeschehen der Krankenhäuser, die die beiden Wissenschaftler Boris Augurzky und Reinhard Busse für das Gesundheitsministerium erstellt haben, zeigt, dass die ausschließlich stationären Erlöse der allgemeinen Krankenhäuser 2020 durchschnittlich um 3,7 % und die der psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken durchschnittlich um 10,6 % gestiegen sind. Hierfür seien die geleisteten Ausgleichszahlungen des Bundes maßgebend gewesen.
  • Zum Hintergrund: 2020 hat der Bund 10,2 Mrd. € an die Klinken gezahlt, um ausreichende Kapazitäten für die Corona-Behandlung zu gewährleisten.
  • Nach einem Rückgang der Krankenhausfälle im Frühjahr 2020 um rund 30 % wurden auf Jahressicht im Bereich der allgemeinen Krankenhäuser 13 % und im Bereich der psychiatrischen Kliniken 11 % weniger Fälle als 2019 versorgt.
  • Im Jahresdurchschnitt 2020 waren nur 4 % aller Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt.
  • Trotz des Rückgangs an Fallzahlen sind die Zahlungen der GKV für alle durch die Kliniken 2020 erbrachten Leistungen um 1,7 % gestiegen.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:
Analysen zum Leistungsgeschehen der Krankenhäuser und zur Ausgleichspauschale in der Corona-Krise